Sarrazin spaltet das Land: 50 Prozent gegen Entlassung
18.10.10

Foto: dpa bildfunk
RTL-Wahltrend: Sarrazin belastet SPD
Die Debatte um die Äußerungen von Thilo Sarrazin spaltet die Deutschen: Jeder Zweite lehnt nach einer Forsa-Umfrage für den 'stern' eine Entlassung des umstrittenen Bundesbank-Vorstandsmitglieds Sarrazin ab. Der RTL-Wahltrend macht deutlich: Sarrazin wird auch zur Belastung für die SPD – aber nicht weil er Sozialdemokrat ist, sondern weil die Partei ihn ausschließen will.
Dass die Bundesbank Sarrazin vor die Tür setzen will, findet nur rund ein Drittel der Befragten (34 Prozent) richtig. 16% haben keine Meinung dazu.
In der vergangenen Woche hatte der Vorstand der Bundesbank entschieden, sich von Sarrazin wegen dessen polemischer Äußerungen über die Integration von Zuwanderern zu trennen. Über die Abberufung muss nun Bundespräsident Christian Wulff entscheiden.
Insgesamt finden Sarrazins Thesen in der Bevölkerung wenig Widerspruch. Gefragt, wie sie alles in allem Sarrazins Äußerungen bewerten, sagten 61 Prozent, sie stimmten ihnen teilweise zu, 9 Prozent teilten sie sogar ganz. 22 Prozent erklärten, Sarrazins Ansichten seien inakzeptabel.
Dass die Bundesbank Sarrazin vor die Tür setzen will, findet nur rund ein Drittel der Befragten (34 Prozent) richtig. 16% haben keine Meinung dazu.
In der vergangenen Woche hatte der Vorstand der Bundesbank entschieden, sich von Sarrazin wegen dessen polemischer Äußerungen über die Integration von Zuwanderern zu trennen. Über die Abberufung muss nun Bundespräsident Christian Wulff entscheiden.
Insgesamt finden Sarrazins Thesen in der Bevölkerung wenig Widerspruch. Gefragt, wie sie alles in allem Sarrazins Äußerungen bewerten, sagten 61 Prozent, sie stimmten ihnen teilweise zu, 9 Prozent teilten sie sogar ganz. 22 Prozent erklärten, Sarrazins Ansichten seien inakzeptabel.
SPD fällt auf 25 Prozent
Im RTL-Wahltrend verlieren die Sozialdemokraten gegenüber der Vorwoche zwei Punkte und kommen auf 25 Prozent - der schlechteste Wert seit Mitte Mai. Nutznießer sind die Grünen, die in der Forsa-Umfrage um zwei Punkte auf 21 Prozent und damit auf ein neues Allzeithoch kletterten.Forsa-Chef Manfred Güllner erklärte den Stimmenverlust der SPD damit, dass vielen ihrer Anhänger das, was Sarrazin anspreche, auf den Nägeln brenne. Gerade bei Arbeitern und ärmeren Schichten sei die Zustimmung zu den Thesen des ehemaligen Berliner Finanzsenators groß. "Die sind sauer, dass die SPD ihre Energie auf den Parteiausschluss Sarrazins verschwendet, statt sich um ihre Probleme zu kümmern", sagte Güllner. Die Grünen würden profitieren, da deren Wähler Sarrazins Thesen am stärksten ablehnten.
Die Linken legten einen Punkt auf zehn Prozent zu. Die Union trat hingegen auf der Stelle und verharrte auf 31 Prozent. Für die FDP ging es um einen Punkt nach unten auf fünf Prozent. Mit 56 Prozent lag das Lager aus SPD, Grünen und Linkpartei 20 Punkte vor Union und FDP.
Sarrazin hatte in der hitzigen Debatte über sein integrationskritisches Buch unter anderem davon gesprochen, dass alle Juden ein bestimmtes Gen teilten. Zudem warnte er vor einer Überfremdung Deutschlands durch weniger intelligente Ausländer. Die Bundesbank hatte daraufhin bei Bundespräsident Christian Wulff die Ablösung ihres Vorstandsmitglieds beantragt.
















