Salafist arbeitet monatelang als Lehrer an Duisburger Berufsschule
07.09.12
Salafisten beten in Bonn (Symbolfoto).Foto: dpa bildfunk
Marcel K. steht seit Jahren im Visier des Verfassungsschutzes
Ein handfester Behörden-Skandal erschüttert Nordrhein-Westfalen: Völlig unbehelligt hat ein mutmaßlicher Salafist ein halbes an einer Duisburger Berufsschule unterrichtet. Wie die 'Rheinische Post' berichtet, war Marcel K. Anfang des Jahres von der zuständigen Düsseldorfer Bezirksregierung als Quereinsteiger für das Fach Elektrotechnik eingestellt worden - obwohl er schon seit Jahren im Visier des Verfassungsschutzes steht.
Das nordrhein-westfälische Schul- und das Innenministerium bestätigten den Bericht des Blattes. Erst durch einen Hinweis von außen seien die Behörden auf die Gesinnung des Mannes aufmerksam geworden. Ihm wurde daraufhin fristlos gekündigt, wogegen er beim Arbeitsgericht klagt. "Solche Personen haben an unseren Schulen nichts zu suchen", sagte eine Sprecherin des NRW-Schulministeriums der 'Rheinischen Post'.
Das nordrhein-westfälische Schul- und das Innenministerium bestätigten den Bericht des Blattes. Erst durch einen Hinweis von außen seien die Behörden auf die Gesinnung des Mannes aufmerksam geworden. Ihm wurde daraufhin fristlos gekündigt, wogegen er beim Arbeitsgericht klagt. "Solche Personen haben an unseren Schulen nichts zu suchen", sagte eine Sprecherin des NRW-Schulministeriums der 'Rheinischen Post'.
"Unfassbar, dass so ein Mann als Lehrer eingestellt wird"
Dem Konvertiten Marcel K. werden auch Kontakte zum Terror-Netzwerk Al Kaida und anderen Islamisten nachgesagt. Er sei schon seit 2001 im Visier der Sicherheitsbehörden, teilte NRW-Verfassungsschutzchef Burkhard Freier mit. Ein Strafverfahren des Generalbundesanwaltes sei aber 2004 eingestellt worden. Derzeit gebe es kein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen den Verdächtigen. Der entlassene Lehrer gelte als "Protagonist der salafistischen Szene" und gehöre zu den Gründungsmitgliedern des "Islamischen Zentrums Münster".In dem genannten Zentrum lebte und arbeitete dort auch Mounir al Motassadeq, ein verurteilter Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001.
Rainer Wendt, der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, zeigte sich fassungslos über diese Erkenntnisse: "Es ist unfassbar, dass so ein Mann als Lehrer eingestellt werden konnte", sagte er dem Blatt. So ein Fehler stelle die gute Arbeit des Innenministeriums im Kampf gegen Salafismus in Frage, krisierte Wendt weiter.
Das Innenministerium und die Bezirksregierung Düsseldorf als zuständige Behörde erinnerten daran, dass es seit vielen Jahren keine Regelanfrage beim Verfassungsschutz vor der Einstellung von Lehrern mehr gebe. Da es im polizeilichen Führungszeugnis keine Einträge gegeben und der Mann eine Verpflichtungserklärung auf die Werte des Grundgesetzes anstandslos unterschrieben habe, sei seine Gesinnung nicht erkannt worden.
















