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Rückfallverdacht bei zwei Sexualstraftätern - Untersuchungshaft

02.02.13 15:52
Sexualstraftäter, Rückfall, Verdacht, AachenZwei verurteilte Sexualstraftäter aus dem Raum Aachen stehen im Verdacht, rückfällig geworden zu sein.
Foto: dpa bildfunk

Beide Männer standen auf Risiko-Liste

Wenn Sexualstraftäter vorzeitig auf Bewährung aus der Haft entlassen werden, besteht häufig das Risiko eines Rückfalls. Meist stehen die Täter dann unter besonderer Beobachtung und sind strengen Auflagen unterzogen. Doch immer wieder kommt es in vielen Fällen zu erneuten Vergewaltigungen oder sexuellen Belästigungen. Nun stehen zwei Männer aus dem Raum Aachen im Verdacht, trotz Auflagen rückfällig geworden zu sein.

Die 30 und 44 Jahre alten Männer seien in Untersuchungshaft, sagte Peter Jansen, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Das Düsseldorfer Innenministerium versicherte, dass der Sachverhalt aufgeklärt werde. Dem Innenausschuss soll ausführlich darüber berichten werden.

Beide Männer standen zudem auf der Liste des NRW-Programms 'KURS', das für 'Konzeption zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern' steht und einen abgestuften Katalog von Maßnahmen vorsieht. Nach Angaben des Landeskriminalamts sind derzeit etwa 1.000 Sexualstraftäter in dem Programm.

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CDU kritisiert Staatsanwaltschaft

Am 19. Januar soll der 30-Jährige in Eschweiler ein dreijähriges Mädchen missbraucht haben. Er war zu mehr als vier Jahren Haft verurteilt worden und 2008 freigekommen. Der 44-Jährige soll am 9. Januar in Stolberg eine Frau vergewaltigt haben. Er hatte eine Strafe von mehr als fünf Jahren bekommen und war Mitte 2011 auf Bewährung entlassen worden. In beiden Fällen seien die mutmaßlichen Täter schnell ermittelt worden und in Untersuchungshaft gekommen, sagte Jansen.

Die CDU-Fraktion im NRW-Landtag verlangte Aufklärung. "KURS sieht eine Führungsaufsicht für diese Personen vor, die mit strengen Auflagen bis hin zu Observationen oder Bewachungen verbunden werden können", erklärte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Peter Biesenbach. Obwohl bei beiden Männern nach Einschätzung des zuständigen Oberstaatsanwalts jeweils ein hohes Rückfallrisiko bestand, seien die Möglichkeiten nicht genutzt worden.