RTL-Umfrage: Deutsche haben keine Angst vor dem Islam
16.04.12
48 Prozent der Befragten findet, dass der Islam Teil der deutschen Gesellschaft sei.Foto: dpa bildfunk
63 Prozent fühlen sich nicht bedroht
Die Mehrheit der Bundesbürger fühlt sich nicht vom Islam bedroht sowie ausreichend über ihn informiert. Dies ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage für RTL. Insgesamt gaben 59 Prozent der Befragten an, sie fühlten sich ausreichend über den Islam informiert, 39 Prozent verneinten die Frage.
Bei der Frage, ob der Islam Teil der deutschen Gesellschaft ist, sind die Ansichten geteilt. 48 Prozent würden sagen, dass der Islam zu Deutschland gehört. Ebenso viele sind der Ansicht, dass der Islam nicht Teil der deutschen Gesellschaft ist.
Ein Gefühl der Bedrohung durch den Islam empfindet jeder Dritte (31 Prozent), während die breite Mehrheit von 63 Prozent dies nicht so sieht.
Bei der Frage, ob der Islam Teil der deutschen Gesellschaft ist, sind die Ansichten geteilt. 48 Prozent würden sagen, dass der Islam zu Deutschland gehört. Ebenso viele sind der Ansicht, dass der Islam nicht Teil der deutschen Gesellschaft ist.
Ein Gefühl der Bedrohung durch den Islam empfindet jeder Dritte (31 Prozent), während die breite Mehrheit von 63 Prozent dies nicht so sieht.
Wer bezahlt die Koran-Aktion der Salafisten?
Das Thema Islam war durch eine Aktion von radikalen Islamisten wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Salafisten hatten in Deutschland kostenlose Koran-Exemplare verteilt, doch wer hat die Aktion bezahlt? Der Verfassungsschutz vermutet, dass die Sache von ausländischen Geldgebern finanziert wird. "Ich gehe davon aus, dass es externe Geldgeber gibt", sagte der niedersächsische Landesverfassungsschutz-Chef Hans-Werner Wargel, dem Magazin 'Der Spiegel'.Die Salafisten hätten vorab 300.000 Euro an die Ulmer Druckerei überwiesen, die 300.000 Korane für die Organisation druckte, heißt es in dem Bericht. Der Verfassungsschutz vermute die Geldgeber in Saudi-Arabien oder Katar, schrieb das Magazin. Es gebe Erkenntnisse, dass bereits in der Vergangenheit Geld von der Arabischen Halbinsel an das salafistische Netzwerk in Deutschland überwiesen worden sei.
Trotz massiver Kritik hatten die Salafisten die umstrittene Verteilung von Gratis-Koran-Exemplaren in mehreren deutschen Großstädten durchgeführt. Sicherheitskreise warnen, dass unter dem Deckmantel der an sich unstrittigen Verteilung des heiligen Buches der Muslime radikalisierter Nachwuchs geworben werden soll. Der Initiator der Koran-Aktion, Ibrahim Abou-Nagie, hatte Andersgläubigen gedroht: "Christen und Juden kommen in die Hölle, wenn sie den Islam nicht annehmen."

















