Prozessbeginn Berlin-Wedding: Mädchen auf Schultoilette missbraucht - 30-Jähriger gesteht
24.07.12
Achtjährige auf Schultoilette missbraucht: Täter legt umfassendes Geständnis ab.Foto: dpa bildfunk
"Für meine Tat schäme ich mich sehr"
Am helllichten Tag zerrte Konstantino M. ein achtjähriges Mädchen in Berlin-Wedding in eine Schultoilette, hielt ihm ein Messer an den Hals und zwang es dann zum Oralverkehr. Zum Prozessauftakt, knapp fünf Monate nach der schrecklichen Tat, hat der 30-Jährige ein umfassendes Geständnis abgelegt.
Der gebürtige Grieche hatte die Achtjährige am 1. März vormittags in die Toilette der Humboldthain-Grundschule gedrängt und sich dort an ihr vergangen. Das Mädchen soll sich heftig gegen seinen Peiniger gewehrt haben. Alarmiert von ihren Schreien riefen Lehrer schließlich die Polizei, doch der Täter konnte vor Eintreffen der Beamten flüchten. Vier Wochen später stellte ein Spezialeinsatzkommando den 30-Jährigen dann in seiner Wohnung in der Nähe der Schule. Die Fahnder waren ihm durch sein Handy und das soziale Netzwerk 'Facebook' auf die Spur gekommen: Sein Mobiltelefon war zur Tatzeit in der Nähe der Schule eingeloggt. Außerdem fanden die Beamten seine DNA-Spuren am Messer.
"Für meine Tat schäme ich mich sehr", verlas Verteidigerin Gesine Reisert für den Angeklagten. "Ich verstehe immer noch nicht, was ich getan habe." Der 30-Jährige betont: "Wenn ich die Tat rückgängig machen könnte, würde ich alles dafür tun." In der Erklärung heißt es, er habe am Vorabend der Tat eineinhalb Flaschen Wodka und Whisky getrunken und Kokain geschnupft, morgens zusätzlich Valium genommen. Als ehemaliger Schüler der Weddinger Schule sei er dorthin gegangen, um einen früheren Lehrer zu treffen. Er habe sich an dem Morgen sehr depressiv gefühlt und sich Aufmunterung von dem Lehrer versprochen.
"Das ist ein formales Geständnis, kein echtes", sagte Nebenkläger Heinz Paul am Rande. Der Angeklagte habe die Tat erst eingeräumt, als er überführt worden sei. "Reue kann ich nicht erkennen." Das Gericht hatte bei umfassender Aussage eine Haftstrafe zwischen sechs Jahren und vier Monaten sowie sieben Jahren in Aussicht gestellt.Schon am Freitag wird ein Urteil erwartet. Die Anklage wirft dem Mann sexuellen Kindesmissbrauch, Vergewaltigung und Körperverletzung vor. Konstantino M. ist den Behörden als Exhibitionist bekannt.
Der gebürtige Grieche hatte die Achtjährige am 1. März vormittags in die Toilette der Humboldthain-Grundschule gedrängt und sich dort an ihr vergangen. Das Mädchen soll sich heftig gegen seinen Peiniger gewehrt haben. Alarmiert von ihren Schreien riefen Lehrer schließlich die Polizei, doch der Täter konnte vor Eintreffen der Beamten flüchten. Vier Wochen später stellte ein Spezialeinsatzkommando den 30-Jährigen dann in seiner Wohnung in der Nähe der Schule. Die Fahnder waren ihm durch sein Handy und das soziale Netzwerk 'Facebook' auf die Spur gekommen: Sein Mobiltelefon war zur Tatzeit in der Nähe der Schule eingeloggt. Außerdem fanden die Beamten seine DNA-Spuren am Messer.
"Für meine Tat schäme ich mich sehr", verlas Verteidigerin Gesine Reisert für den Angeklagten. "Ich verstehe immer noch nicht, was ich getan habe." Der 30-Jährige betont: "Wenn ich die Tat rückgängig machen könnte, würde ich alles dafür tun." In der Erklärung heißt es, er habe am Vorabend der Tat eineinhalb Flaschen Wodka und Whisky getrunken und Kokain geschnupft, morgens zusätzlich Valium genommen. Als ehemaliger Schüler der Weddinger Schule sei er dorthin gegangen, um einen früheren Lehrer zu treffen. Er habe sich an dem Morgen sehr depressiv gefühlt und sich Aufmunterung von dem Lehrer versprochen.
"Das ist ein formales Geständnis, kein echtes", sagte Nebenkläger Heinz Paul am Rande. Der Angeklagte habe die Tat erst eingeräumt, als er überführt worden sei. "Reue kann ich nicht erkennen." Das Gericht hatte bei umfassender Aussage eine Haftstrafe zwischen sechs Jahren und vier Monaten sowie sieben Jahren in Aussicht gestellt.Schon am Freitag wird ein Urteil erwartet. Die Anklage wirft dem Mann sexuellen Kindesmissbrauch, Vergewaltigung und Körperverletzung vor. Konstantino M. ist den Behörden als Exhibitionist bekannt.
Präventionsunterricht gegen Missbrauch
Der Missbrauchsfall löste eine Debatte über die Sicherheit an Berliner Schulen aus. Nach dem Übergriff hat die Humboldthain-Grundschule reagiert und Maßnahmen ergriffen, damit dort so etwas nie wieder passieren kann: Das Schultor, das bis zur Tat nicht richtig geschlossen hatte, wurde von Handwerkern repariert. Das macht das Eindringen auf das Gelände schwieriger, aber nicht unmöglich.Zudem muss sich jeder Fremde im Sekretariat anmelden, Eltern dürfen ihre Kinder nicht mehr bis auf den Schulhof begleiten. Und eine weitere Maßnahme soll die Kleinen gegen sexuellen Missbrauch wappnen: In Rollenspielen lernen sie jetzt, wie sie sich im Ernstfall wehren können.















