Preis fürs 'Fremdgehen' bald im Display
26.08.10

Foto: dpa bildfunk
Private Banken wollen Obergrenze von 1,95 Euro
Das monatelange Gezerre von Banken, Verbraucherschützern und Politikern um die Gebühr fürs Geldabheben steht vor dem Ende. Die Banken einigten sich darauf, dass der Preis fürs 'Fremdgehen' bei anderen Banken künftig im Display angezeigt wird. Einen einheitlichen Preis legten sie allerdings noch nicht fest.
Das neue System soll zum 15. Januar 2011 starten, teilte der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) als Dachorganisation mit. Es sei davon auszugehen, dass die Lösung "schnell zu sinkenden Preisen führt".
Dem widerspricht hingegen der Spitzenverband der deutschen Genossenschaftsbanken. Auch ohne feste Obergrenzen würde durch Transparenz der Wettbewerb gefördert werden und zu sinkenden Preisen führen. "Wir brauchen keine Höchstgebühren, wenn der Kunde selbst eine informierte Entscheidung treffen kann", sagte Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) dem 'Handelsblatt'.
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen geht sogar weiter und warnte vor einer "ungebremsten Abzocke". Transparenz sei das eine, Willkür in der Preisgestaltung das andere, schimpfte Finanzexperte Manfred Westphal.
Die privaten Banken wollen eine eigene Obergrenze einführen. "Die privaten Banken werden als erste und bisher einzige den Preis für Kunden von anderen Instituten auf höchstens 1,95 Euro begrenzen", sagte der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, Andreas Schmitz, der 'Bild'-Zeitung. Dieser Preis solle von Mitte Januar an gelten. Schmitz rief Sparkassen und Volksbanken auf, "sich unserer Gebühr anzuschließen".
Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) kritisierte hingegen das Vorgehen der privaten Banken mit einer Obergrenze von 1,95 Euro. Diese hätten im Vergleich zu den Sparkassen 14.000 Automaten weniger und sollten diese erst einmal "in der Fläche aufstellen, dann können wir uns bei Leistungen und Preisen auf Augenhöhe begegnen", erklärte DSGV-Präsident Heinrich Haasis.
Das neue System soll zum 15. Januar 2011 starten, teilte der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) als Dachorganisation mit. Es sei davon auszugehen, dass die Lösung "schnell zu sinkenden Preisen führt".
Dem widerspricht hingegen der Spitzenverband der deutschen Genossenschaftsbanken. Auch ohne feste Obergrenzen würde durch Transparenz der Wettbewerb gefördert werden und zu sinkenden Preisen führen. "Wir brauchen keine Höchstgebühren, wenn der Kunde selbst eine informierte Entscheidung treffen kann", sagte Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) dem 'Handelsblatt'.
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen geht sogar weiter und warnte vor einer "ungebremsten Abzocke". Transparenz sei das eine, Willkür in der Preisgestaltung das andere, schimpfte Finanzexperte Manfred Westphal.
Die privaten Banken wollen eine eigene Obergrenze einführen. "Die privaten Banken werden als erste und bisher einzige den Preis für Kunden von anderen Instituten auf höchstens 1,95 Euro begrenzen", sagte der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, Andreas Schmitz, der 'Bild'-Zeitung. Dieser Preis solle von Mitte Januar an gelten. Schmitz rief Sparkassen und Volksbanken auf, "sich unserer Gebühr anzuschließen".
Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) kritisierte hingegen das Vorgehen der privaten Banken mit einer Obergrenze von 1,95 Euro. Diese hätten im Vergleich zu den Sparkassen 14.000 Automaten weniger und sollten diese erst einmal "in der Fläche aufstellen, dann können wir uns bei Leistungen und Preisen auf Augenhöhe begegnen", erklärte DSGV-Präsident Heinrich Haasis.
Im Schnitt sind sieben Euro Gebühr fällig
Die Vorbereitungen für die Umstellung beginnen unverzüglich, wie der ZKA ankündigte. Bis zum 15. November wollen die Geldhäuser ihre Kunden darüber direkt informieren. Dank der Preis-Anzeige habe der Kunde "die Wahl, den für ihn günstigsten Geldautomaten zu benutzen".Wegen teils hoher Abhebegebühren war die Branche in der Politik und bei Verbraucherschützern massiv unter Druck geraten. Wer nicht bei seiner Hausbank oder einer Partnerbank abhebt, muss bisher nach Angaben der Verbraucherzentralen durchschnittlich 7 Euro zahlen. Das Bundeskartellamt hatte eine von der Kreditwirtschaft vorgeschlagene Maximalgebühr von 5 Euro pro Abhebung im Juli als zu hoch abgelehnt und ein neues Konzept bis Ende August gefordert. Der ZKA kündigte an, den Wettbewerbshütern das Konzept anzuzeigen.
















