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Pisa-Studie: Deutschland holt auf

07.12.10 17:52
Auffällige Abhängigkeit von Lernerfolg und sozialer HerkunftDeutschland hat im internationalen Bildungsvergleich aufgeholt, aber weiter Luft nach oben.
Foto: dpa bildfunk

Auffällige Abhängigkeit von Lernerfolg und sozialer Herkunft

Mini-Entwarnung an der Pisa-'Front': Deutschland holt bei Pisa auf - aber nur langsam. Nach dem Schock über das schlechte Abschneiden vor zehn Jahren wirken Schulreformen in Mathematik und Naturwissenschaften. Allerdings stagnieren die Leistungen beim Lesen und Textverständnis.

Im Vergleich zum ersten Pisa-Test vor zehn Jahren sind Deutschlands Schulen immerhin etwas besser geworden. In Mathematik und Naturwissenschaften erzielen 15-jährige Schüler hierzulande inzwischen Leistungen, die oberhalb des Durchschnitts der 34 wichtigsten Industrienationen der Welt liegen. Im Lesen und beim Verstehen von Texten sind deutsche Schüler allerdings weiter nur Mittelmaß. Das sind die zentralen Ergebnisse des neuen Pisa-Schultests der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Absolute Spitzenwerte in allen Disziplinen erreichen die Schüler aus der Region Shanghai (China), die erstmals an dem weltweiten Schultest teilnahmen. Erneut ganz vorn liegen Korea, Finnland, die Region Hongkong, Singapur und Kanada. Die 15-Jährigen aus diesen Ländern sind Gleichaltrigen aus Deutschland in ihrem Wissen und Können zum Teil ein bis zwei Schuljahre voraus.

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Schavan lobt Lehrer und Schulen

Auffällig ist erneut die hohe Abhängigkeit von sozialer Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland. Die Zahl der 15-jährigen Risikoschüler, die beim Eintritt ins Berufsleben nur auf Grundschulniveau Texte verstehen können, ist in der Bundesrepublik allerdings in den vergangenen zehn Jahren von 22,6 Prozent auf 18,5 Prozent eines Jahrganges zurückgegangen. Nach Aussage der Pisa-Forscher ist diese Zahl nach wie vor zu hoch.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) äußerte sich positiv über die Ergebnisse. "Zehn Jahre Pisa-Studie haben dem deutschen Bildungssystem gut getan", sagte sie. Die Verbesserung der deutschen Schüler sei in erster Linie ein Verdienst der Lehrer und Schulen. Aber auch die Einstellung zu Leistung und Lernen habe sich geändert, es gebe deutlich weniger Schulabbrecher und Sitzenbleiber.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnte vor Euphorie. Die wesentliche Verbesserung in der Lesekompetenz sei bereits zwischen den Pisa-Studien 2000 und 2006 erreicht worden. Kollektives Schulterklopfen verstelle den Blick darauf, dass noch immer fast 25 Prozent der Jungen nicht ausreichend lesen und rechnen könnten.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) begrüßte vor allem die guten Ergebnisse deutscher Schüler in Mathematik und Naturwissenschaften, zeigte sich aber auch skeptisch. "Leider kommt die Verbesserung der Schulleistungen noch nicht in den Betrieben und auf dem Ausbildungsmarkt an", bemängelte BDA-Vizepräsident Gerhard Braun.

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Pisa-Studie: Deutschland holt auf - RTL.de
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