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Neuer Rekord: VW verkauft mehr als 9 Millionen Autos

14.01.13 09:32
Automesse Detroit VW WinterkornEinen neuen Absatzrekord verkündete Volkswagen-Chef Martin Winterkorn auf der US-Autoshow in Detroit.
Foto: dpa bildfunk

Heimatmarkt schwächelt - Boom dank USA und China

Kommt der größte Automobilhersteller der Welt bald aus Deutschland? Ein neuer Absatzrekord befeuert die Pläne des Unternehmers aus Wolfsburg. Mit 9,07 Millionen ausgelieferten Autos hatte VW 2012 ein Plus von 11,2 Prozent hingelegt und erstmals die Marke von 9 Millionen geknackt.

Den großen US-Rivalen General Motors, 2011 noch die Nummer eins der Branche, dürfte Volkswagen aber noch nicht überholt haben. Dem Konzern aus Detroit trauen Experten 2012 rund 9,2 Millionen verkaufte Autos zu. GM selber hat noch keine Zahlen veröffentlicht. Größter Hersteller nach Absatzzahlen wird mit rund 9,7 Millionen Wagen Toyota sein. VW will spätestens 2018 die Spitze übernehmen. VW bleibe "auf der Überholspur", sagte VW-Chef Martin Winterkorn auf der Detroiter Autoshow. "Volkswagen wächst mit den Herausforderungen. Das setzen wir fort, auch wenn die Zeiten härter werden", meinte er.

Mit dem Heimatmarkt und Europa hat der Boom indes nichts zu tun, die Rekordzahl ist Ergebnis der Entwicklung in den Vereinigten Staaten und China. In den USA hatte der Konzern mit mehr als 596.000 ausgelieferten Autos indes den Uralt-Rekord von 1970 geknackt und zu 2011 um 34 Prozent zugelegt. Damals sorgte noch der Käfer für reißenden Absatz. Heute heißen die Verkaufsschlager Jetta und Passat. Für letzteren legten die Wolfsburger eine eigene US-Version auf. Als wichtigsten Einzelmarkt hat China die USA aber schon lange abgelöst. Hier legte der Konzern 2012 um knapp ein Viertel auf 2,81 Millionen Autos zu.

Auch für die deutsche Oberklasse-Marke Daimler sind die USA mittlerweile der wichtigste Markt geworden. Dort habe das Unternehmen vergangenes Jahr mit 305.000 verkauften Mercedes-Pkw, Sprinter-Kleinlastern und dem Kleinstwagenmodell Smart nicht nur ein Plus von 15,4 Prozent eingefahren, sondern auch den Heimatmarkt Deutschland als einstigen Absatzbringer Nummer eins abgelöst, so Chef Dieter Zetsche. "Damit ist Amerika jetzt der wichtigste Markt", sagte er. Angesichts der Krise in Europa wachse die Bedeutung des US-Geschäftes weiter.

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Neuer Rekord auch für Porsche

Daimler setzte 2012 in den USA rund 274.000 Pkw der Kernmarke Mercedes ab, deren Kennzahlen über Wohl und Wehe des ganzen Konzerns entscheiden. Daheim in Deutschland hatte Daimler dagegen 2012 beim Pkw-Absatz ein kleines Minus (-0,4 Prozent) eingefahren, was die Verkaufszahlen auf rund 261.000 drückte. Auch in ganz Europa, der klar größten Absatzregion der Schwaben, kam Daimler - ähnlich wie die Konkurrenz - mit nur 0,6 Prozent Plus nicht recht vom Fleck.

Umso mehr ist die derzeitige US-Autoshow in Detroit für Zetsche wie eine Insel der Glückseligkeit, läuft es dort derzeit doch ausgesprochen gut. Der weltweite Zuwachs von 4,7 Prozent auf 1,32 Millionen Mercedes-Pkw wäre ohne das dicke Plus in den Staaten nicht geglückt. Umso wichtiger ist der US-Markt mit seinen positiven Aussichten für Daimlers Ziel, den Abstand zu den Premiumwettbewerbern BMW und Audi endlich zu verringern und spätestens bis 2020 wieder die Nummer eins unter den Luxusautobauern zu sein.

Die VW-Tochter Audi hatte 2012 mit 1,46 Millionen Autos eine neue Bestmarke aufgestellt. Und auch die Sportwagenschmiede Porsche, erst im Sommer komplett unter das VW-Dach geschlüpft, konnte Rekorde präsentieren: Weltweit mehr als 141.000 Auslieferungen bedeuteten ein Plus von 18,7 Prozent im Vergleich zu 2011 - und noch nicht das Ende der Fahnenstange: "Wir sind gut gewappnet, Porsche erfolgreich durch das Jahr 2013 zu führen", sagte Porsche-Chef Matthias Müller.

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