Großer Blumenkübel in Neuenkirchen umgekippt
16.11.10
Über Nacht wurde aus diesem prächtigen Blumenkübel am Antoniusstift in Neuenkirchen ein Trümmerhaufen.Foto: AUTOIMPORT
Diese Meldung war der Renner im Netz
"Fassungslos waren die Bewohner des Antoniusstift, als sie am Dienstagmorgen vor die Tür sahen: Einer der zwei Blumenkübel vor dem Eingang des Altenheimes wurde umgestoßen und lag zerbrochen vor dem Eingang."
So begann Anfang August eine Nachricht der 'Münsterschen Zeitung' - feinster Lokaljournalismus, der binnen weniger Stunden internationalen Ruhm erlang – dem Internet sei dank.
Nach der Veröffentlichung auf der Internetseite der Zeitung war die Meldung der Renner im Netz: Eine eigene Fanseite bei Facebook und tausende Statusmeldungen bei Twitter folgten. In der weltweiten Rangliste der Twitter-Trends schaffte es das Thema sogar auf Platz fünf. Amerikaner fragten verwundert, was es mit diesem seltsamen "Blumenkuebel" auf sich habe.
Dabei hatte es die Autorin nur gut gemeint. Der umgekippte, zerbrochene Blumenkübel vor einem Altenheim im westfälischen Neuenkirchen hatte in der Gemeinde wirklich für Aufsehen gesorgt. Für die Bewohner des Altenheims, die dem Artikel zufolge "traurig und verständnislos" reagierten, war der Vorfall mit 150 Euro Sachschaden zweifellos eine schlimme Sache – zumal "auch noch Mülltonnen umgeworfen wurden", wie ein Pfleger zitiert wurde. Die Netzgemeinde, stets auf der Suche nach neuen Späßen, stürzte sich mit viel Kreativität auf die Blumenkübel-Geschichte.
So begann Anfang August eine Nachricht der 'Münsterschen Zeitung' - feinster Lokaljournalismus, der binnen weniger Stunden internationalen Ruhm erlang – dem Internet sei dank.
Nach der Veröffentlichung auf der Internetseite der Zeitung war die Meldung der Renner im Netz: Eine eigene Fanseite bei Facebook und tausende Statusmeldungen bei Twitter folgten. In der weltweiten Rangliste der Twitter-Trends schaffte es das Thema sogar auf Platz fünf. Amerikaner fragten verwundert, was es mit diesem seltsamen "Blumenkuebel" auf sich habe.
Dabei hatte es die Autorin nur gut gemeint. Der umgekippte, zerbrochene Blumenkübel vor einem Altenheim im westfälischen Neuenkirchen hatte in der Gemeinde wirklich für Aufsehen gesorgt. Für die Bewohner des Altenheims, die dem Artikel zufolge "traurig und verständnislos" reagierten, war der Vorfall mit 150 Euro Sachschaden zweifellos eine schlimme Sache – zumal "auch noch Mülltonnen umgeworfen wurden", wie ein Pfleger zitiert wurde. Die Netzgemeinde, stets auf der Suche nach neuen Späßen, stürzte sich mit viel Kreativität auf die Blumenkübel-Geschichte.
Lokalzeitung freute sich über den Wirbel
Twitter-Nutzer '@bucanero1910' schrieb zum Beispiel: "Die Welt wird nicht mehr dieselbe sein nach diesem infamen #Blumenkübel Anschlag. Jetzt ist Zeit für die Bundeswehr!" Und 'derSilberfisch' twitterte: "+++ EIL +++ Laut #Greenpeace sind mehr #Blumenkübel betroffen als zunächst befürchtet!"Verursacher der Internet-Welle war nach Angaben der Lokalzeitung übrigens ein eigener Mitarbeiter. Ein Redakteur habe auf Twitter geschrieben: "In Neuenkirchen ist ein Blumenkübel umgekippt." Dazu habe er einen Link zum Artikel gestellt. Auf den Wirbel reagierte die Zeitung überrascht. "Wir finden es amüsant", sagte MZ-Redakteur Gerald Meier-Tasche. Er habe natürlich gewusst, dass die Meldung keine weltbewegende Geschichte gewesen sei. "Aber wir berichten immer, wenn lokale Betroffenheit gegeben ist. Und das war hier der Fall." Versöhnlich schrieb die Zeitung in ihrem Webauftritt: "Nichtsdestotrotz freuen wir uns am großen Interesse an unserem schönen Blumenkübel."
Und was wurde aus dem Kübelwahnsinn? So schnell wie er da war, war er auch wieder verschwunden. Zwar hat die Facebook-Gruppe mehr als 10.000 Anhänger, der letzte Post ist allerdings wie auch die Meldung von August.
















