Nach Terror-Anschlag in Burga: Israel droht Iran mit Vergeltung
19.07.12
Die bulgarische Polizei meint: Dies ist der Selbstmordattentäter von Burgas.Foto: Reuters
Polizei veröffentlicht Bilder vom mutmaßlichen Attentäter
Nach dem blutigen Anschlag auf einen Touristenbus mit israelischen Urlaubern im bulgarischen Burgas hat die Polizei Bilder einer Überwachungskamera des Flughafens veröffentlicht, die offenbar den Selbstmordattentäter zeigen.
Unterdessen droht Israel dem Iran mit Vergeltung. Man werde mit den Verantwortlichen "die Rechnung begleichen", kündigte Izchak Aharonowitsch, Minister für Innere Sicherheit, an. Es bestehe "kein Zweifel" daran, dass der Iran hinter dem Attentat stehe. Bei dem Anschlag am Flughafen von Burgas waren sieben Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden.
Teheran streitet derweil alle Vorwürfe ab: Im iranischen Staatsfernsehen hieß es, die Vorwürfe Israels seien lächerlich und nur darauf bedacht, Stimmung gegen den Iran zu machen. Die "unbegründeten Erklärungen von verschiedenen Staatsmännern des zionistischen Regimes" erfolgten nach einem bekannten Muster und hätten einen politischen Hintergrund, erklärte die iranische Botschaft. Auch die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Organisation im Libanon nannte die Vorwürfe aus Jerusalem in einer offiziellen Reaktion lächerlich.
Unterdessen droht Israel dem Iran mit Vergeltung. Man werde mit den Verantwortlichen "die Rechnung begleichen", kündigte Izchak Aharonowitsch, Minister für Innere Sicherheit, an. Es bestehe "kein Zweifel" daran, dass der Iran hinter dem Attentat stehe. Bei dem Anschlag am Flughafen von Burgas waren sieben Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden.
Teheran streitet derweil alle Vorwürfe ab: Im iranischen Staatsfernsehen hieß es, die Vorwürfe Israels seien lächerlich und nur darauf bedacht, Stimmung gegen den Iran zu machen. Die "unbegründeten Erklärungen von verschiedenen Staatsmännern des zionistischen Regimes" erfolgten nach einem bekannten Muster und hätten einen politischen Hintergrund, erklärte die iranische Botschaft. Auch die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Organisation im Libanon nannte die Vorwürfe aus Jerusalem in einer offiziellen Reaktion lächerlich.
Selbstmordattentäter hatte offenbar gefälschte Ausweise bei sich
Nach der Darstellung des israelischen Außenministers Avigdor Lieberman hat Israel "zuverlässige Informationen" über die Drahtzieher der blutigen Tat. "(Die libanesische) Hisbollah steht hinter dem Anschlag, in enger Zusammenarbeit mit den iranischen Revolutionsgarden", sagte Lieberman dem Rundfunk. Beweise hat die Regierung bislang nicht öffentlich gemacht.Die Mitglieder der israelischen Reisegruppe waren kurz vor dem Selbstmordanschlag auf dem Flughafen des beliebten Touristenortes gelandet. Sicherheitskameras hätten einen langhaarigen Mann in Sportkleidung aufgenommen, der sich vor der Explosion etwa eine Stunde lang am Ort des Anschlags aufgehalten habe, berichtete die bulgarische Nachrichtenagentur Novinite. Seine Leiche habe schlimmste Verletzungen aufgewiesen. Er habe gefälschte US-Ausweise bei sich gehabt. Die bulgarischen Behörden gingen daher davon aus, dass es sich bei dem Mann um den Selbstmordattentäter handelte.
Bei der Explosion wurden auch 37 Menschen verletzt, davon drei lebensgefährlich. Die Schwerverletzten wurden zunächst in einem Militärflugzeug in ein Krankenhaus in der etwa 400 Kilometer entfernten Hauptstadt Sofia gebracht. Ein israelisches Militärflugzeug ist unterdessen von Burgas mit mehr als 30 verletzten Israelis an Bord in Richtung Heimat geflogen, wie die Armee mitteilte.
Auch der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak sagte dem Rundfunk, für den Anschlag seien Mitglieder der libanesischen Hisbollah-Miliz verantwortlich. Den Auftrag hätten sie von Israels Erzfeind Iran erhalten.
Die Bundesregierung sprach den Angehörigen und Opfern des Anschlags ihre Anteilnahme aus. Es werde alles dafür getan, dass sich die israelischen Partner hier, in Europa, sicher fühlen könnten, so Außenminister Westerwelle. Das Attentat müsse aufgeklärt werden, sagte er weiter. Die EU-Kommission bot Bulgarien Unterstützung bei der Aufklärung des Anschlags an.















