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Mutter wird zur Heldin des London-Attentats: "Besser ich als ein Kind"

23.05.13 19:37
Loyau-Kennett ist die Heldin von London. Die zweifache Mutter Ingrid Loyau-Kennett hat wohl möglich weitere Angriffe in London verhindert.
Foto: World Entertainment News Network Ltd.

Verhinderte Loyau-Kennett ein schlimmeres Blutbad?

Einer der mutmaßlichen Täter des Attentats von London hält das Messer noch in seinen blutverschmierten Händen, als Ingrid Loyau-Kennett sich ihm furchtlos in den Weg stellt und ihn in ein Gespräch verwickelt. Sie spricht mit dem dunkelhäutigen Mann, um weitere Morde zu verhindern und ihn bis zum Eintreffen der Polizei aufzuhalten. Angst habe sie keine gehabt, erzählte die 48-Jährige in einem Interview mit dem britischen Sender ITV. "Besser ich als ein Kind", erklärte die zweifache Mutter.

Dem 'Daily Telegraph' zufolge hätten die Täter zu Loyau-Kennett gesagt, dass sie "einen Krieg in London beginnen wollen". Die 48-Jährige habe daraufhin geantwortet: "Ihr seid nur einige, wir sind viele – ihr könnt nur verlieren." Nun gilt sie als Heldin des Attentats von London, weil sie möglicherweise ein weitaus schlimmeres Massaker verhindert haben könnte.

Indes hat die Polizei zwei weitere Verdächtige im Zusammenhang mit dem blutigen Mord festgenommen. Ein Mann und eine Frau, beide 29 Jahre alt, seien unter dem Verdacht der Beihilfe zum Mord verhaftet worden, teilte die Polizei mit. Zudem wurden weitere Details zum Opfer bekannt. So war der 25-jährige Soldat Lee Rigby Vater eines zweijährigen Sohnes und 2009 in Afghanistan und danach auch in Deutschland stationiert.

Anschlag auf britischen Soldaten
Lee Rigby war das Opfer der mutmaßlichen Terroristen in LondonDer Soldat Lee Rigby, das Opfer der mutmaßlichen Terroristen in London, war Vater eines zweijährigen Sohnes.
Foto: Reuters
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Cameron hebt Terrorwarnstufe nicht an

Zwei mutmaßliche Terroristen waren gestern unmittelbar nach dem Mord auf offener Straße von Polizisten angeschossen und anschließend in Krankenhäuser gebracht worden. Nach unbestätigten Informationen aus Regierungskreisen soll es sich bei den beiden Männern um Briten mit Verbindungen nach Nigeria handeln. Sie sollen zu einer radikalisierten Form des Islam konvertiert sein. Es sei aber nicht davon auszugehen, dass sie Kontakt zu radikalen, islamistischen Terrorgruppen wie Boko Haram in Nigeria gehabt hätten.

Das bestialische Verbrechen hatte sich in unmittelbarer Nähe einer Kaserne im südöstlichen Londoner Stadtteil Woolwich abgespielt. Ein in den britischen Medien verbreitetes Video zeigt einen dunkelhäutigen Mann mit einem Messer und einem Fleischerbeil in seinen blutverschmierten Händen. Er soll "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") geschrien haben und rief ferner dazu auf, die Regierung abzusetzen. "Sie kümmert sich nicht um Euch!", sagte er. "Wir schwören beim allmächtigen Allah, wir hören nie auf, Euch zu bekämpfen, bis Ihr uns in Ruhe lasst", sagte er in die Kamera. "Auge um Auge, und Zahn um Zahn. Es tut mir leid, dass Frauen das mit ansehen mussten. Aber in unserem Land müssen Frauen dasselbe mitansehen. Ihr werdet nie sicher sein."

Premierminister David Cameron erklärte, dass die mutmaßlichen Terroristen von London der Polizei bereits vor dem Soldatenmord bekannt waren. Er nannte die Tat "widerwärtig". Für sie seien ausschließlich die Täter selbst verantwortlich, sie könnten sich nicht hinter der Lehre des Islams verstecken. Zudem erklärte Cameron, dass sich "dieses Land mit aller Entschlossenheit dem Terror entgegenstellen" wird. Dazu werde Großbritannien auch weiter mit seinen internationalen Partnern zusammenarbeiten.

Die Regierung hob die Terrorwarnstufe in London zunächst nicht an. Sie bleibt bei "Substanziell". Dies deutet darauf hin, dass zum Champions-League-Finale nicht mit erhöhter Terrorgefahr gerechnet wird. Dennoch verstärkte die Londoner Polizei ihre Präsenz auf den Straßen der Stadt. Vor allem an Orten, wo sich Menschenmassen versammeln, werde man in den kommenden drei Tagen verstärkt Polizisten in Uniform sehen, sagte Simon Byrne von Scotland Yard. Derzeit seien 1.200 zusätzliche Polizisten im Einsatz, um den Menschen auf der Straße ein Gefühl der Sicherheit zu geben. Dies solle so bleiben, bis es mehr Klarheit über die Hintergründe der blutigen Mordattacke auf einen Soldaten gebe.

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