Mordfall Bögerl: Hinweisgeber will den Täter kennen
10.09.12
Das Bild von Maria Bögerl bei der Trauerfeier im Juni 2010.Foto: dpa bildfunk
"Vielversprechender Ansatz"
Plötzlich ist Schwung in der Suche nach dem Mörder von Maria Bögerl: Bei der Polizei hat sich nach Informationen des 'SWR' jemand gemeldet, der behauptet, den Mörder der Bankiersfrau zu kennen. Er will sogar DNA-Material des Täters besitzen. Die Polizei soll von einem "vielversprechenden Ermittlungsansatz" sprechen.
Schon Ende 2011 habe sich der Hinweisgeber anonym bei der Soko 'Flagge' gemeldet und den Ermittlern auch DNA zugespielt, die vom Täter stammen soll. Allerdings sei es der Polizei damals nicht gelungen, das Material ausreichend genau zu analysieren. Weil der Hinweis anonym erfolgte, wurde die Spur dann als erledigt angesehen.
In der Fernsehsendung 'Aktenzeichen XY' rief die Polizei jetzt erneut zu Hinweisen zu dem Mordfall auf. Daraufhin soll sich der Hinweisgeber ein zweites Mal gemeldet und diesmal auch seinen Namen und den des Mörders genannt haben. Laut 'SWR' seien umfangreiche Abklärungen nötig, der Ansatz aber laut Informationen aus Polizeikreisen vielversprechend. Insgesamt bekamen die Beamten nach der Sendung mehr als 400 neue Hinweise. Ob sich daraus eine heiße Spur ergeben habe, wollte die Polizei selbst nicht kommentieren.
Schon Ende 2011 habe sich der Hinweisgeber anonym bei der Soko 'Flagge' gemeldet und den Ermittlern auch DNA zugespielt, die vom Täter stammen soll. Allerdings sei es der Polizei damals nicht gelungen, das Material ausreichend genau zu analysieren. Weil der Hinweis anonym erfolgte, wurde die Spur dann als erledigt angesehen.
In der Fernsehsendung 'Aktenzeichen XY' rief die Polizei jetzt erneut zu Hinweisen zu dem Mordfall auf. Daraufhin soll sich der Hinweisgeber ein zweites Mal gemeldet und diesmal auch seinen Namen und den des Mörders genannt haben. Laut 'SWR' seien umfangreiche Abklärungen nötig, der Ansatz aber laut Informationen aus Polizeikreisen vielversprechend. Insgesamt bekamen die Beamten nach der Sendung mehr als 400 neue Hinweise. Ob sich daraus eine heiße Spur ergeben habe, wollte die Polizei selbst nicht kommentieren.
Anonymer Brief zwei Jahre vernachlässigt?
Der 'Spiegel' berichtet derweil, dass die Ermittler mehr als zwei Jahre lang eine wichtige Spur vernachlässigt haben sollen. Schon sechs Tage nach der Entführung Bögerls erreichte die Soko demnach ein anonymer Brief. Der Absender habe darin offensichtlich mitgeteilt, dass Maria Bögerl bereits tot sei.Damals galt die Frau noch als vermisst, ihre Leiche wurde erst Wochen später entdeckt. Weiter hieß es in dem Brief angeblich, die Täter seien einer bestimmten Volksgruppe zuzuordnen. Sie seien in Panik geraten. Der Absender nannte laut 'Spiegel' zwei Namen.
Laut dem Magazin versicherte die Sonderkommission noch Anfang August, alle Behauptungen des Absenders seien damals ausermittelt worden, es habe sich nichts ergeben. In der Fernsehsendung 'Aktenzeichen XY' hingegen richtete die Soko einen dringenden Aufruf an den Verfasser des Schreibens. Man gehe davon aus, dass "er die Täter kennt", sagte der Stuttgarter Soko-Leiter Volker Zaiß. Warum der Aufruf erst jetzt erfolgte und welche Details der Brief enthält, wollte die Polizei nicht sagen. Die Polizei wollte den Bericht nicht kommentieren.
Maria Bögerl war im Mai 2010 entführt und nach einer gescheiterten Lösegeldübergabe tot gefunden worden. Ihr Mann nahm sich ein Jahr später das Leben.
















