Millionen-Streit: Kasino will nicht zahlen
22.12.11
Behar Merlaku kämpft um 43-Millionen-Jackpot.Schweizer kämpft um 43-Millionen-Jackpot
Behar Merlaku und seine Frau Fatime haben in einem Spielkasino in Österreich schon 500 Euro verloren. Kurz vor Feierabend startet der Schweizer dann noch ein Spiel an einem Automaten - und gewinnt den Jackpot: Knapp 43 Millionen Euro! "Wir haben uns riesig gefreut, dachten, wir haben keine Geldprobleme mehr", so Merlaku.
Doch ein Kasinoangestellter bereitet der Freude ein jähes Ende. "Er sagte: Du hast nicht gewonnen. Das ist ein technisches Problem", erzählt der Schweizer. Seine Guthabenkarte mit dem gespeicherten Millionengewinn wird ihm weggenommen. Die Polizei kommt, aber beschlagnahmt nicht einmal den Automaten und stellt später die Ermittlungen ein.
Doch ein Kasinoangestellter bereitet der Freude ein jähes Ende. "Er sagte: Du hast nicht gewonnen. Das ist ein technisches Problem", erzählt der Schweizer. Seine Guthabenkarte mit dem gespeicherten Millionengewinn wird ihm weggenommen. Die Polizei kommt, aber beschlagnahmt nicht einmal den Automaten und stellt später die Ermittlungen ein.
Erbitterter Rechtsstreit
Das Ehepaar hat einen Rechtsanwalt mit der Klage gegen die 'Casinos Austria' beauftragt. "Sie behaupten, es habe einen Softwarefehler gegeben, ohne das bisher verifiziert zu haben", so Thomas Kerle, Anwalt der Merlakus. Doch der Jackpot in den 'Casinos Austria' beträgt nur knapp über eine Million Euro. Laut unabhängigen Experten gilt ein so genannter Haftungsausschluss. "Wenn ein Automat einen Softwarefehler hat, haftet nicht das Kasino und muss nicht solch' utopische Summen wie 43 Millionen Euro auszahlen", erklärt Daniel Peter, Rechtsanwalt.In Deutschland sind an Kasino-Spielautomaten höchstens Gewinne von 50.000 Euro möglich. In Österreich muss ab dem 10. Januar ein Gericht darüber verhandeln, ob dem Ehepaar Merlaku der Jackpot zusteht. Vorher will es seinen Traum vom Multimillionärsleben nicht aufgeben.
















