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Millionen Deutsche sind Cyberchonder!

10.08.11 15:30

Eigene Diagnosen aus dem Netz

Im Internet findet man wirklich alles. Jan Winkler findet hier auch zu jedem nur erdenklichen Wehwehchen gleich die passende Diagnose. Der 27-Jährige ist Cyberchonder und der angebliche Hautkrebs auf seinem Bein ist eigentlich nur eine Ansammlung winzig kleiner Leberflecken.

5,8 Millionen Deutsche leiden unter Cyberchondrie. Sie bilden sich ein, krank zu sein und basteln sich ihre eigenen Diagnosen mit Informationen aus dem Netz. Der Betroffene findet das meist total normal. Für die behandelnden Ärzte ist es aber nicht immer leicht, mit solchen Patienten umzugehen: "Ich denke, dass wir mittlerweile bestimmt so fünf bis sechs Patienten in der Woche haben, die nicht nur mit Diagnosen kommen, sondern auch schon mit Therapie-Alternativen, die mir vorgeschlagen werden", sagt Internist Dr. Rolf Kühne.

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Patienten sind nicht zu beruhigen

Dass Ärzte jahrelang Medizin studiert haben, um korrekte Diagnosen zu stellen, wird dabei von Internet-Diagnostikern wie Jan Winkler einfach ignoriert. Selbst gute Nachrichten von Ärzten können Cyberchonder- Patienten nicht die Sorge nehmen. "Sie können solche Menschen, wenn sie wirklich hypochondrisch veranlagt sind, nur vorübergehend beruhigen. Die wollen immer wieder Untersuchungen und gehen von einem zum anderen", so eine Ärztin.