Mettmann: Einbrecher beobachtet Opfer im Schlaf
04.08.12
Einbrecher sitzt auf der Bettkante
Ein wahrer Alptraum: Martyna R. wacht morgens auf und traut ihren Augen nicht. Ein wildfremder Mann sitzt neben ihr auf der Bettkante und beobachtet sie!
Er muss durch die Terrassentür in die Wohnung gestiegen sein. Die hatten R. und ihr Lebensgefährte wegen der Hitze offen auf Kipp gestellt. "Das Opfer glaubt, dass der Täter länger neben ihr am Bett gesessen und sie beobachtet hat. Das ist nicht typisch für einen Einbrecher", sagt Frank Sobota von der Polizei Mettmann.
Er muss durch die Terrassentür in die Wohnung gestiegen sein. Die hatten R. und ihr Lebensgefährte wegen der Hitze offen auf Kipp gestellt. "Das Opfer glaubt, dass der Täter länger neben ihr am Bett gesessen und sie beobachtet hat. Das ist nicht typisch für einen Einbrecher", sagt Frank Sobota von der Polizei Mettmann.
Nachbar hatte den Einbrecher aufs Gelände gelassen
"Dann fing ich an zu schreien", erzählt Martyna. Ihr Lebensgefährte Kamil hört die Schreie, und eine Verfolgungsjagd beginnt. Als Kamil den Unbekannten erwischt, kommt es zum Kampf. "Kurz vor dem Verlassen des Hauses hat sich der Täter umgedreht, den Lebensgefährten mit einem Faustschlag zu Boden gebracht und dann die Flucht ergriffen", so Sobota weiter.Nachbar Wolfgang Drekopf berichtet, dass er den Unbekannten vor dem Einbruch auf das Grundstück gelassen habe, weil dieser vorgab, seinen Schlüssel vergessen zu haben. Nach dem Vorfall liefen ihm beide Einbruchsopfer entgegen: "Er kam blutend aus der Nase entgegen, in einer Badehose. Die Frau notdürftig mit einer Decke bedeckt. Beide weinten. Dann sagten sie mir, dass sie überfallen worden sind. Und als der junge Mann mir beschrieb, wer das gewesen ist, wurde mir sofort klar: Das war der, den ich hinein gelassen habe", erinnert sich Drekopf.
"Was er wirklich in der Wohnung wollte, können wir im Augenblick auch noch nicht sagen", sagt Sobota. Die Polizei kann ein sexuelles Motiv jedoch nicht ausschließen. Denn gestohlen hat der Mann nichts. Ein Phantombild soll nun helfen, den Mann zu finden. Seit dem Vorfall plagen Martyna Alpträume: "Wenn ich schlafen gehe, wenn ich aufstehe - das Gesicht habe ich die ganze Zeit vor meinen Augen."
"Betroffene müssen wissen, dass die Reaktionen, die sie zeigen – Ängste und Unsicherheiten – völlig normal sind. Und dass das die nächsten Tage und Wochen hoffentlich Stück für Stück weiter abklingt", erklärt Sozialpädagoge Malte Stüben.
Genau das hoffen auch Martyna und Kamil. Doch der Alptraum geht weiter: Die Polizei hat neue Spuren an der Wohnungstür gesichert. Angeblich hat diesmal jemand versucht, dort zu lauschen.
















