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Massenvergewaltigung an 23-Jähriger: Indien ordnet Untersuchung an

26.12.12 15:15
Massenvergewaltigung an 23-Jähriger: Indien ordnet Untersuchung anMit Plakaten wie diesen begannen vergangene Woche die Demonstrationen gegen die Umstände einer Massenvergewaltigung, die später eskalierten.
Foto: dpa bildfunk

Streit um Tod eines Polizisten

Während die Proteste auf Indiens Straßen nach der Massenvergewaltigung einer 23-Jährigen abnehmen, hat die Regierung eine Untersuchung des Vorfalls angekündigt. Eine Kommission soll das Verhalten der Polizei in Verbindung mit der Tat untersuchen. Die Umstände des Todes eines Polizisten, der bei den Demonstrationen gegen die Vergewaltigung eingesetzt worden war, sind umstritten.

Die Kommission, die von einer pensionierten Richterin des Obersten Gerichtshofs geführt wird, soll innerhalb von drei Monaten mögliche Versäumnisse der Polizei und anderer staatlicher Stellen rund um die schreckliche Tat in der Hauptstadt Neu Delhi herausfinden. Neben der Untersuchung des Vorfalls ist ihr Auftrag auch, Maßnahmen für mehr Schutz und Sicherheit für Frauen vor allem in Neu Delhi vorzuschlagen.

Ein Polizist, der bei den gewalttätigen Demonstrationen am Sonntag eingesetzt war, starb nach Behördenangaben am Dienstag in einem Krankenhaus. Streit entbrannte über die Todesursache: Die Polizei erklärte, der 47 Jahre alte Polizist sei von Demonstranten geschlagen und getreten worden. Der Chef des behandelnden Krankenhauses hingegen sagte der Nachrichtenagentur IANS, er habe keine äußeren Wunden und auch keine inneren Blutungen aufgewiesen. Mehrere Augenzeugen erklärten gegenüber lokalen Medien, der Polizist sei ohne äußere Gewalteinwirkung beim Rennen kollabiert. Bei den Protesten sollen nach offiziellen Angaben 78 Polizisten und 60 Demonstranten verletzt worden sein.

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Verkehrschaos durch Polizeimaßnahmen

Tagelang hatte die Polizei ganze Blöcke im Zentrum von Neu Delhi abgeriegelt und damit ein Verkehrschaos verursacht. Mehrere U-Bahnstationen blieben geschlossen, so dass hunderttausende Pendler Schwierigkeiten bekamen. Am Mittwoch versammelten sich nur noch einige Dutzend Demonstranten in der Stadt. Einige Protestgruppen forderten auch in den vergangenen Tagen weiterhin ein schnelles Verfahren gegen die sechs Männer, die vor anderthalb Wochen eine 23-jährige Frau brutal missbraucht haben sollen.

Die 23-Jährige, die mit einer Eisenstange geschlagen wurde, ist nach Angaben ihrer Ärzte mittlerweile mehrmals operiert worden. Ihr Zustand sei ein wenig besser geworden, aber noch immer kritisch. Sechs mutmaßliche Täter wurden festgenommen, ihr Verfahren soll am 3. Januar beginnen.

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Massenvergewaltigung an 23-Jähriger: Indien ordnet Untersuchung an - RTL.de
Während die Proteste auf Indiens Straßen nach der Massenvergewaltigung einer 23-Jährigen abnehmen, hat die Regierung eine Untersuchung des …
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