Magen-Darm-Welle in Ostdeutschland ebbt ab
07.10.12
Nur wenige Menschen mussten wegen der Magen-Darm-Welle ins Krankenhaus. Doch die Suche nach der Ursache geht weiter.Foto: dpa bildfunk
Ursache noch nicht geklärt
Die Welle der Brechdurchfall-Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen in Ostdeutschland ebbt ab. Das Robert-Koch-Institut (RKI) berichtete, der Höhepunkt der gemeldeten Fälle sei bereits am vergangenen Mittwoch und Donnerstag erreicht worden. Nach Mahlzeiten in Schulen und Kindertagesstätten waren mindestens 8.365 Jugendliche und Kinder sowie einige Erwachsene in Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erkrankt. Die Ursachen der Erkrankungen sind aber noch nicht geklärt.
Das für Ernährung zuständige Bundesministerium geht aber davon aus, dass es "nach den vorliegenden Zahlen deutliche Anzeichen für Entspannung gibt." Dies sagte Ministeriumssprecher Holger Eichele. Betroffen waren 342 Schulen und Kindergärten. Alle wurden von demselben Caterer Sodexo aus dem hessischen Rüsselsheim beliefert.
Die Experten der eigens eingerichteten Task-Force untersuchten vor allem Proben von Essenslieferanten, die Speisepläne und Lieferwege und werteten Laborergebnisse aus. Dabei gab es am Wochenende erste Anhaltspunkte: In Sachsen und Thüringen ist das hochansteckende Norovirus in einigen Fällen als Erreger nachgewiesen worden. Es führt zu Durchfall und Erbrechen und geht oft mit Schmerzen, Übelkeit und Fieber einher.
Das für Ernährung zuständige Bundesministerium geht aber davon aus, dass es "nach den vorliegenden Zahlen deutliche Anzeichen für Entspannung gibt." Dies sagte Ministeriumssprecher Holger Eichele. Betroffen waren 342 Schulen und Kindergärten. Alle wurden von demselben Caterer Sodexo aus dem hessischen Rüsselsheim beliefert.
Die Experten der eigens eingerichteten Task-Force untersuchten vor allem Proben von Essenslieferanten, die Speisepläne und Lieferwege und werteten Laborergebnisse aus. Dabei gab es am Wochenende erste Anhaltspunkte: In Sachsen und Thüringen ist das hochansteckende Norovirus in einigen Fällen als Erreger nachgewiesen worden. Es führt zu Durchfall und Erbrechen und geht oft mit Schmerzen, Übelkeit und Fieber einher.
Behörden haben Lehren aus EHEC-Krise gezogen
Doch bei der Bewertung dieser Ergebnisse sind die Behörden vorsichtig. Sie haben offenbar Lehren aus der zum Teil chaotischen EHEC-Krisenbewältigung gezogen, die etliche Todesfälle gefordert hatte. Es wird weiterhin ermittelt, ob ein bakterieller Wirkstoff (Toxin) die Ursache ist.Fachleute gehen weiter davon aus, dass es noch andere Ursachen für die Erkrankungswelle geben muss. Im Verdacht haben die Gesundheitsbehörden auch die Bakterienart Bacillus cereus, wie Jürgen Ziegenfuß, Abteilungsleiter im Landesamt für Lebensmittelsicherheit in Thüringen, sagte. Das Bakterium bildet Gifte (Toxine) aus, die hitzebeständig sind. In Thüringen wurde der Erreger seit Ausbruch der Krankheitswelle in zwei Laborproben nachgewiesen. "Für eine belastbare Aussage ist das aber zu dünn", sagte Ziegenfuß.
Das RKI berichtete, als "mögliche Auslöser sind Norovirus oder Toxine von toxinbildenden Bakterien in Betracht zu ziehen." Human- und Lebensmittelproben würden weiter untersucht. Der Verlauf der meisten Erkrankungen sei "kurz und unkompliziert", berichtete das RKI. "Es besteht kein Hinweis auf eine nennenswerte Anzahl von Sekundärinfektionen." Deshalb gehen die Behörden davon aus, dass die Erkrankungen zumeist nicht ansteckend sind. Bisher mussten nur 23 Personen stationär in eine Klinik.
















