Loveparade-Drama: "Alle sind schuld!"
03.09.10

Wut im Netz immer größer
Das Loveparade-Unglück mit 21 Toten und die Suche nach dem Schuldigen wird zu einer unendlichen Geschichte – auch das Verhör von Duisburgs OB Adolf Sauerland vor dem Innenausschuss des Landtags brachte keine neuen Erkenntnisse. Verschiedene Gutachten sprechen jeweils ihren Auftraggeber von der Verantwortung frei – die Klärung der Schuldfrage ist in weite Ferne gerückt. Auch die Leser von RTLaktuell.de wollen sich nicht festlegen.
In einer Umfrage hielten bis Freitagmittag 37 Prozent der Befragten die Stadt Duisburg für schuldig, beinahe ebenso viele die Polizei (32%) oder den Veranstalter (31%). Dieses Bild ergibt sich auch aus der Diskussion zum Thema auf der Facebook-Seite von RTL Aktuell. "Alle drei sind verantwortlich", findet Petra Iuliano. "Schließlich haben alle drei die Planungen und letztendlich die Durchführung abgesegnet."
Sabrina Stier hat sogar Verständnis für die Haltung der drei Beschuldigten: "Wer will schon den Tod von 21 jungen Leuten auf seine Kappe nehmen?" Für sie geht es nur um den "jeweiligen Anteil am Unglück". Keiner sei seiner Verantwortung den Teilnehmern gegenüber nachgekommen.
In einer Umfrage hielten bis Freitagmittag 37 Prozent der Befragten die Stadt Duisburg für schuldig, beinahe ebenso viele die Polizei (32%) oder den Veranstalter (31%). Dieses Bild ergibt sich auch aus der Diskussion zum Thema auf der Facebook-Seite von RTL Aktuell. "Alle drei sind verantwortlich", findet Petra Iuliano. "Schließlich haben alle drei die Planungen und letztendlich die Durchführung abgesegnet."
Sabrina Stier hat sogar Verständnis für die Haltung der drei Beschuldigten: "Wer will schon den Tod von 21 jungen Leuten auf seine Kappe nehmen?" Für sie geht es nur um den "jeweiligen Anteil am Unglück". Keiner sei seiner Verantwortung den Teilnehmern gegenüber nachgekommen.
"Einfach mal zusammenreißen!"
Vor allem die Art und Weise, wie das Unglück jetzt durch öffentliche Schuldzuweisungen behandelt wird, stößt den Usern sauer auf. "Mir tun die Angehörigen der Toten Leid. Wie muss sich das anfühlen, wenn man jemanden verloren hat – und keiner fühlt sich dafür verantwortlich?", fragt Nina Fuchs.Dass jetzt teure Gutachten die Unschuld des jeweiligen Auftraggebers beweisen sollen, findet Christian Bauer "einfach lächerlich. Diese Gutachten kosten viel Geld, das letztlich wieder der Steuerzahler zahlt." André Kohl hätte es besser gefunden, wenn das Geld für die Gutachten den Angehörigen der Toten gegeben worden wäre und rät allen Beteiligten: "Man sollte sich einfach mal zusammenreißen und sagen: 'Gut, wir haben Scheiße gebaut und dafür müssen wir gerade stehen.'"
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