Kinder in Sudan verschleppt: Haftstrafe für Vater
09.02.12
Der Vater der vier nach Nordafrika verschleppten Kinder muss für eineinhalb Jahre ins Gefängnis.Vater muss 1,5 Jahre ins Gefängnis
Der Vater der vier nach Nordafrika verschleppten Kinder muss für eineinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Lüneburg verurteilte den 38-Jährigen wegen Kindesentziehung.
Der Angeklagte hatte Ostern 2011 seine Kinder unter dem Vorwand einer Fahrradtour abgeholt und war mit ihnen nach Ägypten geflogen und von da aus weiter in den Sudan geflüchtet. Zuvor war der Mutter das alleinige Sorgerecht für die Kinder im Alter zwischen vier und acht Jahren zugesprochen worden. Erst mehr als vier Monate später wurden Vater und Kinder in Kairo entdeckt und nach Deutschland zurückgebracht. Der arbeitslose Krankenpfleger gilt als christlicher Fundamentalist und sieht sich zur Erziehung seiner Kinder vor Gott verpflichtet.
Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor zwei Jahre und sechs Monate Haft für den Vater gefordert. Es bestehe die Gefahr, dass der Angeklagte flüchte und seine Tat wiederhole, so der Staatsanwalt. Die Verteidigung hat hingegen um ein mildes Urteil für den Vater gebeten. Das Gericht solle auch berücksichtigen, wie lange die Kinder nach einer Verurteilung ihren Vater nicht sehen könnten, so der Verteidiger.
Ein Gutachter hatte den 38-Jährigen für voll schuldfähig erklärt. Trotz seiner extremen Beschäftigung mit Religion leide der Mann nicht an einer Wahnerkrankung oder Persönlichkeitsstörung, hatte der Experte befunden. Er charakterisierte den 38-Jährigen allerdings als "engstirnig und rigide". Die Mutter hatte bei Prozessbeginn ausgesagt, die Geschwister hätten die Monate in Afrika körperlich und seelisch gut überstanden.
Der Angeklagte hatte Ostern 2011 seine Kinder unter dem Vorwand einer Fahrradtour abgeholt und war mit ihnen nach Ägypten geflogen und von da aus weiter in den Sudan geflüchtet. Zuvor war der Mutter das alleinige Sorgerecht für die Kinder im Alter zwischen vier und acht Jahren zugesprochen worden. Erst mehr als vier Monate später wurden Vater und Kinder in Kairo entdeckt und nach Deutschland zurückgebracht. Der arbeitslose Krankenpfleger gilt als christlicher Fundamentalist und sieht sich zur Erziehung seiner Kinder vor Gott verpflichtet.
Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor zwei Jahre und sechs Monate Haft für den Vater gefordert. Es bestehe die Gefahr, dass der Angeklagte flüchte und seine Tat wiederhole, so der Staatsanwalt. Die Verteidigung hat hingegen um ein mildes Urteil für den Vater gebeten. Das Gericht solle auch berücksichtigen, wie lange die Kinder nach einer Verurteilung ihren Vater nicht sehen könnten, so der Verteidiger.
Ein Gutachter hatte den 38-Jährigen für voll schuldfähig erklärt. Trotz seiner extremen Beschäftigung mit Religion leide der Mann nicht an einer Wahnerkrankung oder Persönlichkeitsstörung, hatte der Experte befunden. Er charakterisierte den 38-Jährigen allerdings als "engstirnig und rigide". Die Mutter hatte bei Prozessbeginn ausgesagt, die Geschwister hätten die Monate in Afrika körperlich und seelisch gut überstanden.
















