Chaos: Auf Glatteis folgt Hochwasser
07.12.10
Es bleibt gefährlich: Mit Einsetzen des Tauwetters werden Überschwemmungen befürchtetFoto: dpa bildfunk
Rasches Ansteigen der Flüsse befürchtet
Alarmstimmung im Süden Deutschlands: Nach den großen Mengen Neuschnee in den letzten Tagen von 50 bis 90 Zentimetern liegen die Temperaturen nun wieder über dem Gefrierpunkt. In der Region um Tuttlingen rechnet man mit einem starken und schnellen Anstieg der Donau. Die Feuerwehr erwartet ein Extrem-Hochwasser. Die Hochwasserschutzwände, die in Tuttlingen nach dem Jahrhunderthochwasser installiert wurden, werden mit Schutzwänden aus Aluminium verstärkt, es wurden Sandsäcke vorbereitet, man will auf jeden Fall vorbereitet sein.
Außerdem befreien Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) mehrere Flachdächer von den schweren Schneeresten. Statiker hatten auf einigen Gebäudedächern, unter anderem auf dem eines Supermarktes, eine zu hohe Belastung festgestellt. Die Grenze von 80 Kilogramm pro Quadratmeter wurde an manchen Stellen um bis zu 100 Kilogramm überstiegen.
Außerdem befreien Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) mehrere Flachdächer von den schweren Schneeresten. Statiker hatten auf einigen Gebäudedächern, unter anderem auf dem eines Supermarktes, eine zu hohe Belastung festgestellt. Die Grenze von 80 Kilogramm pro Quadratmeter wurde an manchen Stellen um bis zu 100 Kilogramm überstiegen.
Zwei Menschen sind erfroren
Im Süden wird heftiger Regen und starkes Tauwetter erwartet: "Durch das starke Abtauen des Schnees in den südlichen Mittelgebirgen und in den Alpen und den andauernden Regen wird die Hochwassergefahr in Baden-Württemberg und Bayern weiter ansteigen. Die Pegelmessungen an Iller, Lech, Neckar, Eyach, Schussen und Dreisam zeigen schon deutlich ansteigende Wasserstände. Besonders vom Hochwasser bedroht sind vor allem Bäche und kleine Flüsse, während der Rhein und die Donau noch viel Wasser aufnehmen können", sagt wetter.de-Meteorologe Oliver Hantke. Die Menschen im Südwesten müssen sich auf starken Regen einstellen: "Bis Mittwochabend werden im Südwesten Deutschlands voraussichtlich Regenmengen um die 60 Liter pro Quadratmeter (in 48 Stunden) gefallen sein", so Hantke.In der nördlichen Oberpfalz sind bei eisigen Temperaturen zwei Menschen erfroren. Das gab die Regensburger Polizei jetzt bekannt. Ein 68 Jahre alter Mann aus Windischeschenbach und eine 85- jährige Frau aus Kirchenthumbach waren bereits am Wochenende vor ihren Häusern gestorben. Die Frau war wegen eines Herzproblems auf ihrem Einödhof gestürzt, konnte nicht mehr aufstehen und erfror. Der Mann starb auf seiner Terrasse, nachdem er es aus ungeklärten Gründen nicht geschafft hatte, ins Haus zu kommen.
















