Irland vor der Staatspleite? Angst vor neuer Euro-Krise
21.09.10

Sorge um den 'keltischen Tiger'
Irland droht der Bankrott. Das Defizit des Landes liegt sogar noch über dem der Griechen, zudem hat Dublin die höchste Pro-Kopf-Verschuldung in der EU und ist das einzige der Euro-Krisenländer, das sein Defizit 2010 sogar noch steigert.
Nun wächst die Sorge vor einer neuen Euro-Krise, denn es ist völlig offen, ob die ‚grüne Insel’ die gewaltigen finanziellen Probleme alleine bewältigen kann. Gerät Irland als nächstes europäisches Land in den gefährlichen Sog der Schuldenkrise?
Gerüchte, das Land benötige angesichts der klammen Staatsfinanzen eine Geldspritze aus dem Ausland, wies die massiv in die Kritik geratene irische Regierung eilig zurück. Auch Rücktrittsforderungen lehnte Ministerpräsident Brian Cowen ab: Er habe den vollen Rückhalt seiner Kabinettskollegen.
Die ‚keltische Krise’ ist größtenteils hausgemacht, wie Irland-Experte Ralf Sotscheck in der ‚taz’ bilanziert. Demnach waren die Warnzeichen bereits 2003 deutlich zu erkennen, wurden aber von der irischen Regierung ignoriert.
Nun wächst die Sorge vor einer neuen Euro-Krise, denn es ist völlig offen, ob die ‚grüne Insel’ die gewaltigen finanziellen Probleme alleine bewältigen kann. Gerät Irland als nächstes europäisches Land in den gefährlichen Sog der Schuldenkrise?
Gerüchte, das Land benötige angesichts der klammen Staatsfinanzen eine Geldspritze aus dem Ausland, wies die massiv in die Kritik geratene irische Regierung eilig zurück. Auch Rücktrittsforderungen lehnte Ministerpräsident Brian Cowen ab: Er habe den vollen Rückhalt seiner Kabinettskollegen.
Die ‚keltische Krise’ ist größtenteils hausgemacht, wie Irland-Experte Ralf Sotscheck in der ‚taz’ bilanziert. Demnach waren die Warnzeichen bereits 2003 deutlich zu erkennen, wurden aber von der irischen Regierung ignoriert.
Irland holt sich erfolgreich 1,5 Milliarden am Kapitalmarkt
Einen Teilerfolg erzielte das klamme Land am Dienstag: 1,5 Milliarden frisches Geld konnte sich Dublin am Kapitalmarkt leihen. Die Nachfrage nach Staatspapieren war stärker als von vielen Beobachtern erwartet. Allerdings muss die Regierung im Vergleich zu den Vormonaten deutlich höhere Zinsen zahlen.Auch der EU-Währungskommissar stärkt den Iren den Rücken: Er sei zuversichtlich, dass das Land seine Schuldenprobleme alleine lösen kann, ließ Olli Rehn verlauten.
Doch wie der Überlebenskampf des ‚keltischen Tigers’, wie Irland während der Boomphase der Insel in den 1990er-Jahren genannt wurde, letzten Endes ausgeht, bleibt offen. Denn der Versuch der Regierung in Dublin, der Krise mit strengen Sparmaßnahmen entgegenzuwirken, zeigt bislang nicht den gewünschten Erfolg: Nach Einschätzung der Zentralbank wird das Land seine Sparziele verfehlen. Die Regierung werde ihre Haushaltspläne für die kommenden Jahre wohl bald an die holprige Entwicklung der Konjunktur anpassen müssen, gestand der irische Zentralbankchef Patrick Honohan.
















