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Iran: Neue Atom-Gespräche in Istanbul

14.04.12
Der Iran zeigt sich im Atomstreit mit dem Westen zwar kompromissbereit, stellt aber Bedingungen.Der Iran zeigt sich im Atomstreit mit dem Westen zwar kompromissbereit, stellt aber das Einstellen der Sanktionen als Bedingung.
Foto: dpa bildfunk

Treffen beginnt positiv

Die Atomgespräche der internationalen Gemeinschaft mit dem Iran haben offenbar positiv begonnen. "Die Gespräche waren konstruktiv", sagte Michael Mann, Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton, vor Journalisten in Istanbul.

Nach einer Pause seien am Nachmittag bilaterale Treffen angesetzt. Mann hatte am Morgen erklärt, interessante oder neue Vorschläge des Irans seien eine Voraussetzung für die Fortsetzung der Gespräche in kleineren Gruppen.

In Istanbul kamen iranische Unterhändler mit Vertretern der 5+1-Gruppe - China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA sowie Deutschland - zusammen, um über eine friedliche Lösung des Streits über das iranische Atomprogramm zu sprechen. Es sind die ersten Gespräche seit 14 Monaten.

Ziel ist es, die iranische Führung von einer weiteren Uran-Anreicherung abzubringen. Außerdem soll sichergestellt werden, dass Teheran die Fertigkeiten zum Bau einer Atombombe nicht erlangt: "Wir erwarten den politischen Willen, diese Gespräche fortzusetzen", sagte ein Regierungsvertreter im Gastgeberland Türkei.

"Istanbul ist in der Tat die letzte Chance für Diplomatie, denn der Westen wird sich nach fast zehn Jahren nicht mehr auf weitere nutzlose Verhandlungen einlassen", sagte ein ausländischer Diplomat in Teheran laut 'heute.de'.

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Iran stellt Bedingungen

Die Bundesregierung rechnet zum Auftakt noch nicht mit konkreten Ergebnissen: In Istanbul gehe es zunächst einmal darum, den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen, konkrete Themen zu identifizieren und einen Termin für eine Fortsetzung der Verhandlungen zu finden, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes.

Der Westen fürchtet, dass der Iran seine Fertigkeit zur Anreicherung von Uran für Waffen und schließlich sogar für eine Atombombe nutzen könnte. Der Präsident des Landes, Mahmud Ahmadinedschad, pocht dagegen auf das Recht, Atomtechnologie friedlich zu nutzen.

Israel und auch die USA haben in der Vergangenheit Angriffe auf iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen, falls Teheran seinen Kurs fortsetzt. Laut einem Bericht der 'New York Times' will der Westen nun fordern, dass Teheran die unterirdische Urananreicherungsanlage Fordo schließt und die Anreicherung von Uran auf 20 Prozent stoppt.

Der Iran sei zu Kompromissen bereit, aber in erster Linie müssten die Sanktionen gegen das Land aufgehoben werden, hieß es aus iranischen Delegationskreisen. "Unser Standpunkt ist klar: Unser Recht auf zivile Atomtechnologie muss anerkannt werden, unsere Akte vom Weltsicherheitsrat in New York zurück an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) nach Wien gehen. Und die Sanktionen müssen aufgehoben werden", verlautete aus der iranischen Delegation.

Derweil kam heraus, dass eine iranische Militäranlage soll nach Angaben von Geheimdiensten eine größere Rolle bei der Entwicklung einer Nuklearwaffe gespielt haben soll als bisher bekannt. In Parchin südöstlich von Teheran sei in der Vergangenheit ein Bauteil für die Zündung eines Atomsprengkopfes getestet worden, berichtet die 'Süddeutsche Zeitung'.

Bislang war aus Berichten der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA bekannt, dass in der Anlage auch Experimente mit anderen wichtigen Bauteilen simuliert worden sein könnten. Deshalb dringt die IAEA darauf, dort Inspektionen durchführen zu dürfen..

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