Hamilton triumphiert in Kanada: 7. Sieger im 7. Rennen
11.06.12
Am Start sieht es noch gut aus für Sebastian Vettel: Von der Pole Position verteidigt der Red-Bull-Pilot seine Führung.Foto: dpa bildfunk
Sieger Nummer 7 im 7. Rennen statt Sebs zweitem Streich: Trotz Pole Position hat Sebastian Vettel die verrückteste Startserie der Formel 1 nicht beenden können und am Ende sogar das Podium beim Großen Preis von Kanada verpasst.
Dank der besseren Reifenstrategie triumphierte in Montreal McLaren-Mann Lewis Hamilton erstmals in diesem Jahr und übernahm damit auch die Führung in der WM-Wertung vor Fernando Alonso und Vettel, die sich im Strategiepoker beide verzockten. In einer turbulenten Schlussphase rettete Vettel dank eines starken Endspurts aber immerhin noch Platz 4 vor dem spanischen Ferrari-Star. "Ich denke, das war ein gutes Wochenende für uns und wir haben wichtige Punkte geholt", zeigte sich Vettel zufrieden. "Wir haben viel gelernt."
Die Plätze 2 und 3 sicherten sich überraschend Romain Grosjean im Lotus und der von Platz 15 gestartete Sauber-Pilot Sergio Perez. Beide fuhren mit einer Ein-Stopp-Strategie aufs Podium. Ein völliges Desaster erlebte Mercedes. Nachdem ein Strategiefehler in der Qualifikation schon einen besseren als Startrang neun für Michael Schumacher verhindert hatte, stoppte den siebenmaligen Weltmeister und siebenmaligen Kanada-Gewinner in der 46. Runde wieder einmal ein technischer Defekt. Wegen eines klemmenden Heckflügel-Elements war das Rennen für Schumacher zum fünften Mal in dieser Saison vorzeitig zu Ende.
"Dass das ärgerlich ist, ist klar. Aber das ist es für jeden im Team", meinte der 43-Jährige. "Deswegen hat mein Team trotzdem mein vollstes Vertrauen. Die Jungs probieren ihr Bestes, sind genauso enttäuscht, wie ich das jetzt bin." Jede wisse im Team, "dass wir die Zuverlässigkeit verbessern müssen", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.
Teamkollege Nico Rosberg kam zwei Wochen nach seinem zweiten Rang in Monaco nicht über Platz 6 hinaus. "Es hätte sicher besser laufen können, aber der Abstand zur Spitze ist nicht so groß", analysierte der China-Gewinner und Gesamt-Sechste. Nico Hülkenberg verpasste im Force India als 12. die Punkteränge. Marussia-Fahrer Timo Glock gab in der 57. von 70 Runden wegen Bremsproblemen aus Sicherheitsgründen auf. "Es war zu gefährlich weiterzumachen", erklärte Glock.
Dank der besseren Reifenstrategie triumphierte in Montreal McLaren-Mann Lewis Hamilton erstmals in diesem Jahr und übernahm damit auch die Führung in der WM-Wertung vor Fernando Alonso und Vettel, die sich im Strategiepoker beide verzockten. In einer turbulenten Schlussphase rettete Vettel dank eines starken Endspurts aber immerhin noch Platz 4 vor dem spanischen Ferrari-Star. "Ich denke, das war ein gutes Wochenende für uns und wir haben wichtige Punkte geholt", zeigte sich Vettel zufrieden. "Wir haben viel gelernt."
Die Plätze 2 und 3 sicherten sich überraschend Romain Grosjean im Lotus und der von Platz 15 gestartete Sauber-Pilot Sergio Perez. Beide fuhren mit einer Ein-Stopp-Strategie aufs Podium. Ein völliges Desaster erlebte Mercedes. Nachdem ein Strategiefehler in der Qualifikation schon einen besseren als Startrang neun für Michael Schumacher verhindert hatte, stoppte den siebenmaligen Weltmeister und siebenmaligen Kanada-Gewinner in der 46. Runde wieder einmal ein technischer Defekt. Wegen eines klemmenden Heckflügel-Elements war das Rennen für Schumacher zum fünften Mal in dieser Saison vorzeitig zu Ende.
"Dass das ärgerlich ist, ist klar. Aber das ist es für jeden im Team", meinte der 43-Jährige. "Deswegen hat mein Team trotzdem mein vollstes Vertrauen. Die Jungs probieren ihr Bestes, sind genauso enttäuscht, wie ich das jetzt bin." Jede wisse im Team, "dass wir die Zuverlässigkeit verbessern müssen", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.
Teamkollege Nico Rosberg kam zwei Wochen nach seinem zweiten Rang in Monaco nicht über Platz 6 hinaus. "Es hätte sicher besser laufen können, aber der Abstand zur Spitze ist nicht so groß", analysierte der China-Gewinner und Gesamt-Sechste. Nico Hülkenberg verpasste im Force India als 12. die Punkteränge. Marussia-Fahrer Timo Glock gab in der 57. von 70 Runden wegen Bremsproblemen aus Sicherheitsgründen auf. "Es war zu gefährlich weiterzumachen", erklärte Glock.
Vettel und Alonso setzen auf falsche Strategie
Am Start sah zunächst noch alles gut aus für Vettel: Als bei fast 30 Grad und herrlichem Sonnenschein über der Ile de Notre Dame die Roten Ampeln ausgingen, verteidigte der 24-Jährige problemlos seine Pole Position, die er tags zuvor souverän eingefahren hatte. Auch ohne Löcher im Unterboden und im Bremsbelüftungssystem an der Vorderachse – beides hatten die Kommissare des Internationalen Automobilverbands FIA vor dem Kanada-GP verboten.Auch in den ersten Rennrunden ließ es Vettel mächtig krachen und verschaffte sich so bis zur Freigabe des beweglichen Heckflügels in Runde 3 zunächst einen Puffer von fast zwei Sekunden auf Verfolger Hamilton. Doch der McLaren-Mann hatte zunächst nur seine Reifen geschont und drehte erst mit Verspätung auf. Am Ende der 16. Runde war der Brite in Schlagdistanz, Vettel rettete sich in die Boxengasse, um sich neue Reifen zu holen. Vergeblich: Trotz eines Problems bei seinem Stopp eine Runde später kehrte Hamilton vor Vettel auf die Strecke zurück.
Alonso drehte zwei weitere schnelle Runden auf dem ersten Reifensatz. Eine Strategie die aufzugehen schien, denn der spätere Stopp brachte den Spanier zunächst vorbei an Hamilton. Aber schon am Ende der Runde übernahm der McLaren-Mann wieder die Spitze und hielt seine Verfolger auf Distanz. Trotz Problemen schien Hamilton auch nach seinem zweiten Stopp in Runde 50 noch auf der Siegerstraße.
Aber Alonso und Vettel machten es noch einmal spannend, kamen anders als von Hamilton und McLaren erwartet nicht zu einem zweiten Reifenwechsel an die Box. Ein Fehler, wie sich im weiteren Verlauf des Rennens zeigte. Denn auf seinen frischen Reifen machte Hamilton innerhalb von zehn Runden seinen Rückstand wieder wett, kassierte 8 Runden vor dem Ende zunächst Vettel und 2 Umläufe später erneut Alonso.
Red Bull reagierte, holte Vettel doch noch zu einem zweiten Stopp an die Box und betrieb damit zumindest Schadensbegrenzung. "Man hat gesehen, dass die Reifen nicht mehr gehalten haben, was sie lange versprachen. Ich konnte die Rundenzeiten nicht mehr mitgehen. Das war die richtige Entscheidung", erklärte Vettel den ungewöhnlichen Stopp kurz vor Ende des Rennens. "Hätte, wenn und aber - hätten wir es früher gewusst, hätten wir es anders gemacht."
Auf den frischen Gummis schnappte sich der Titelverteidiger in der vorletzten Runde doch noch Alonso, der zuvor bereits Grosjean und Perez hatte ziehen lassen müssen. Hamilton raste indes ungefährdet nach 305,207 Kilometer in 1:32:29,586 Stunden zum 18. Sieg seiner Karriere. "Ich möchte diesen Sieg meinen Fans widmen. Was für ein großartiges Gefühl. Ich habe jede Minute genossen", freute sich der 27-Jährige nach seinem dritten Triumph in Montreal.
















