Gullydeckel-Wurf auf A10: Zeuge entpuppt sich als tatverdächtig
25.10.12
Martin S. kurz nach dem Vorfall an der Autobahnbrücke über die A10 - hat der angebliche Zeuge tatsächlich selbst die Metallstücke geworfen?Er berichtete vor laufender Kamera von dem Vorfall
Es ist der Horror jedes Autofahrers: Ein Gullydeckel fliegt von einer Brücke auf die Autobahn. Am Montagabend landeten sogar zwei der kiloschweren Metallteile auf der A10 bei Birkenwerden, mehrere Autos wurden schwer beschädigt, wie durch ein Wunder aber keiner verletzt. Ein Zeuge schilderte nachher ausführlich die Situation, gibt im RTL-Interview an, die Polizei gerufen zu haben - jetzt teilt die Staatsanwaltschaft mit: Der Mann ist selbst dringend tatverdächtig.
Neun Autos waren über die Gullydeckel-Bruchstücke gerast, ihre Reifen wurden dadurch zerstört, es hätten schlimmste Unfälle passieren können. Alle Autofahrer hatten großes Glück, dass niemand verletzt wurde. Vor der RTL-Kamera erläuterte Martin S. bereitwillig, wie er den Vorfall erlebt hat. "Ich bin über die Brücke gelaufen und urplötzlich bin ich abgesackt und war im Gullydeckel drin, dann hab ich Schmerzen gehabt."
Neun Autos waren über die Gullydeckel-Bruchstücke gerast, ihre Reifen wurden dadurch zerstört, es hätten schlimmste Unfälle passieren können. Alle Autofahrer hatten großes Glück, dass niemand verletzt wurde. Vor der RTL-Kamera erläuterte Martin S. bereitwillig, wie er den Vorfall erlebt hat. "Ich bin über die Brücke gelaufen und urplötzlich bin ich abgesackt und war im Gullydeckel drin, dann hab ich Schmerzen gehabt."
Erinnerungen an Holzklotzmörder
Humpelnd entfernt er sich nach eigenen Angaben dann vom Tatort. Jetzt wurde er vorläufig festgenommen - seine Schuld ist aber noch unklar. Am Tatabend gab er sich hilfsbereit: "Wir haben die Polizei gerufen, weil sich anschließend die Autofahrer die ganzen Reifen zerfetzt haben und so." Die Staatsanwaltschaft widerspricht: "Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen Zeugen, der sich in Widersprüche verstrickt hat", sagte Lolita Lodenkämper, Oberstaatsanwältin in Neuruppin. "Er ist strafrechtlich vorbelastet." Ein Haftrichter überprüft jetzt, ob der Mann in Untersuchungshaft kommt.Falls Martin S. tatsächlich überführt wird, erinnert sein Fall an den sogenannten Holzklotzwerfer. Nikolai H. hatte sich im Jahr 2008 ebenfalls zunächst als hilfsbereiter Zeuge ausgegeben und vor laufenden Kameras beschrieben, wie er die Tat an der A29 beobachtet haben will - später stellte sich heraus: Er war der Täter. Durch ihn starb die Mutter Olga K.















