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Großmutter soll ihre zweijährige Enkelin getötet haben

25.06.12

55-Jährige bestreitet die Tat

Eine 55 Jahre alte Großmutter steht unter dringendem Verdacht, ihre zwei Jahre alte Enkelin in Rheinland-Pfalz getötet zu haben, bestreitet jedoch die Vorwürfe. Der Großvater hatte die Beamten alarmiert, nachdem er das Kind mit schweren Verletzungen in der gemeinsamen Wohnung in Niederwörresbach in der Verbandsgemeinde Herrstein (Kreis Birkenfeld) entdeckt hatte.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, konnte ein Notarzt dem kleinen Mädchen nicht mehr helfen. Das Kind sei an massiven Schnittverletzungen am Hals gestorben, teilten Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach und Polizei Trier mit.

Die 55-Jährige sei betrunken gewesen und habe sich widerstandslos festnehmen lassen. Das Amtsgericht Bad Kreuznach hat Haftbefehl gegen die Großmutter wegen des Verdachts auf Totschlag erlassen. Zwar bestreitet sie die Tatvorwürfe, steht aber weiter unter Verdacht, da sie Angaben gemacht habe, die nicht mit dem übereinstimmen, was die Ermittler am Tatort fanden, so der Leitende Oberstaatsanwalt Michael Brandt. Er sprach von einem "furchtbaren Verbrechen". Auch die fünf Jahre alte Schwester der Zweijährigen war am Tag der Tat im Haus der Großeltern zu Besuch.

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Dorfbewohner sind geschockt

Die Eltern der Zweijährigen hatten ihr Kind vorübergehend zu den Großeltern gegeben. Die Leiche soll nun rechtsmedizinisch untersucht werden, die Obduktionsergebnisse werden im Laufe des Tages erwartet. Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach will Haftbefehl gegen die Frau beantragen.

In der Heimat des Mädchens herrscht Entsetzen. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Herrstein, Uwe Weber, sagte: "Es ist so, dass sicherlich alle geschockt sind, welches Drama sich hier abgespielt hat." Er wolle allerdings keine Vorverurteilungen abgeben. Weber sagte: "Das hat die Menschen in der Region schon mehr als berührt."

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