Germanwings – Lufthansas neue alte Billig-Airline
11.10.12
Lufthansa stellt die neue Billigfluglinie vor.Foto: dpa bildfunk
Kranich-Airline wertet Germanwings auf
Die neue Billigtochter der Lufthansa soll den Namen der alten tragen: Germanwings. Ab 2013 solle das Flugangebot in einer aufgewerteten Germanwings unter dem Motto "günstig, aber nicht billig" zusammengeführt werden, teilte Europas größte Fluggesellschaft mit.
Die Kernmarke Lufthansa soll sich künftig auf die Langstreckenflüge ab Frankfurt, München und Düsseldorf und alle Verbindungen aus Frankfurt und München konzentrieren.
Die Kernmarke Lufthansa soll sich künftig auf die Langstreckenflüge ab Frankfurt, München und Düsseldorf und alle Verbindungen aus Frankfurt und München konzentrieren.
Pläne stoßen auf Widerstand
Mit 90 Flugzeugen sollen 18 Millionen Passagiere pro Jahr befördert werden. Damit will die Kranich-Linie gegen Billigairlines wie Easyjet punkten. Das seit Jahren defizitäre Europa-Geschäft soll wieder schwarze Zahlen schreiben.Die Pläne stoßen auf Widerstand der Flugbegleitergewerkschaft Ufo. Diese befürchtet, dass die 2.000 Stewards und Stewardessen der neuen Airline bis zu 40 Prozent weniger verdienen werden als ihre Kollegen bei der Konzernmutter. Ufo droht der Lufthansa nun mit einem Abbruch der Schlichtungsgespräche. "Die Schlichtung könnte daran scheitern", sagte Nicoley Baublies, Chef von Ufo.
In den nächsten drei Tage werde die Gewerkschaft versuchen, einen Kompromiss mit der Lufthansa zu finden. Falls bis Sonntag keine Einigung gefunden werde, könnte dies das Ende der Gespräche bedeuten. Ufo gehe es nicht darum, die Erweiterung von Germanwings zu verhindern. "Da sind wir realistisch", sagte Baublies. Nun gehe es darum, für die betroffenen Kollegen, die zu Germanwings wechseln sollten, eine Arbeitsplatzgarantie auszuhandeln.
Auch die Piloten sehen noch erheblichen Verhandlungsbedarf. "Wir sind gespannt auf die Vorschläge der Geschäftsführung", erklärte der Sprecher der Piotenvereinigung Cockpit (VC), Jörg Handwerg, in Frankfurt. Laut den Plänen sollen rund 300 Piloten wechseln. Grundsätzlich könne niemand gegen seinen Willen dazu gezwungen werden, zumal bei Germanwings ein niedrigeres Tarifgefüge gelte, sagte Handwerg.
An der Germanwings-Spitze soll es keine Veränderungen geben. Thomas Winkelmann, Axel Schmidt und Oliver Wagner sollten den Umbau der Fluglinie gemeinsam begleiten.















