Germanwings: Beinahe-Crash vertuscht?
28.09.12
Ein Germanwings-Airbus entging 2012 nur knapp einer Katastrophe.Piloten vor Bewusstlosigkeit
Ein Airbus der Lufthansa-Billigtochter Germanwings ist im Dezember 2010 offenbar knapp einer Katastrophe entgangen. Aus einem Bericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) geht hervor, dass beide Piloten beim Landeanflug auf den Flughafen Köln im Cockpit einen ungewöhnlichen Geruch wahrnahmen und danach unter anderem über Schwindel, Übelkeit, Taubheitsgefühle und Konzentrationsschwierigkeiten klagten.
Trotz des Einsatzes von Sauerstoffmasken sei der Co-Pilot nicht mehr in der Lage gewesen, die Maschine sicher zu landen, und auch der Pilot habe sich sehr schlecht gefühlt.
Germanwings spricht von einem Vorfall, bei dem Passagiere und Personal an Bord der betroffenen Maschine nicht gefährdet gewesen seien. Der Flugkapitän habe der Fluggesellschaft versichert, "zu jeder Zeit alles unter Kontrolle" gehabt zu haben, sagte ein Sprecher. Zwar habe der Pilot "kurzfristig leichte Beeinträchtigungen gespürt", diese seien aber sofort nach Aufsetzen der Sauerstoffmaske gewichen.
Offenbar war es nicht der erste schwere Zwischenfall mit diesem Flugzeug. Bereits im Mai 2008 sei ein Flug von Dublin nach Köln abgebrochen worden, nachdem der Pilot über Empfindungsstörungen im Arm und leichtes Unwohlsein geklagt hatte. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin 'Spiegel'. Dem Untersuchungsbericht der irischen Flugunfalluntersuchungsbehörde AAIU zufolge sei ein Flugbegleiter zeitweise nicht mehr ansprechbar gewesen, auffallend viele Passagiere seien kurz nach dem Start eingeschlafen. Germanwings habe diesen Vorfall der Zeitung 'Die Welt' und dem NDR bestätigt. Allerdings sehe die Fluggesellschaft keinen Zusammenhang mit den Ereignissen Ende 2010., so der 'Spiegel' weiter.
Trotz des Einsatzes von Sauerstoffmasken sei der Co-Pilot nicht mehr in der Lage gewesen, die Maschine sicher zu landen, und auch der Pilot habe sich sehr schlecht gefühlt.
Germanwings spricht von einem Vorfall, bei dem Passagiere und Personal an Bord der betroffenen Maschine nicht gefährdet gewesen seien. Der Flugkapitän habe der Fluggesellschaft versichert, "zu jeder Zeit alles unter Kontrolle" gehabt zu haben, sagte ein Sprecher. Zwar habe der Pilot "kurzfristig leichte Beeinträchtigungen gespürt", diese seien aber sofort nach Aufsetzen der Sauerstoffmaske gewichen.
Offenbar war es nicht der erste schwere Zwischenfall mit diesem Flugzeug. Bereits im Mai 2008 sei ein Flug von Dublin nach Köln abgebrochen worden, nachdem der Pilot über Empfindungsstörungen im Arm und leichtes Unwohlsein geklagt hatte. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin 'Spiegel'. Dem Untersuchungsbericht der irischen Flugunfalluntersuchungsbehörde AAIU zufolge sei ein Flugbegleiter zeitweise nicht mehr ansprechbar gewesen, auffallend viele Passagiere seien kurz nach dem Start eingeschlafen. Germanwings habe diesen Vorfall der Zeitung 'Die Welt' und dem NDR bestätigt. Allerdings sehe die Fluggesellschaft keinen Zusammenhang mit den Ereignissen Ende 2010., so der 'Spiegel' weiter.
Piloten mussten Sauerstoffmasken aufsetzen
Obwohl der Kölner Vorfall schon fast zwei Jahre zurückliegt, veröffentlichte die BFU erst jetzt einen Zwischenbericht. Demnach hat es die Behörde zunächst nicht für notwendig erachtet, den Fall weiter zu untersuchen. Ein Jahr nach dem Ereignis hätten die Experten jedoch neue Informationen erhalten, die zu einer Untersuchung geführt haben.Der Germanwings-Sprecher wies den in Medien erhobenen Vorwurf zurück, die Fluggesellschaft habe den Zwischenfall heruntergespielt, um eine Untersuchung zu vermeiden. "Germanwings hat alle ihr zur Verfügung stehenden Informationen den Behörden sofort und unverzüglich zur Verfügung gestellt." Der Pilot hat nach der Landung noch im Cockpit das BFU-Formular ausgefüllt. Von neuen Informationen ist Germanwings nichts bekannt.
Der BFU-Bericht schildert eine dramatische Situation im Cockpit. Dem Co-Piloten wurde demnach "kotzübel", seine Arme und Beine begannen, sich taub anzufühlen, er hatte den Eindruck, nicht mehr klar denken zu können. Auch dem Flugkapitän wurde schwindelig. Er bemerkte, wie ihm "im wahrsten Sinne des Wortes die Sinne schwanden". Beide Piloten setzten die Sauerstoffmasken auf und erklärten Luftnotlage.
Während sich der Co-Pilot nur noch schwer auf das Geschehen konzentrieren konnte, habe der Pilot das Flugzeug manuell landen können - dabei habe er jedoch "an der Obergrenze dessen" gearbeitet, "was ihm überhaupt noch möglich schien". Nach der Landung wurde bei beiden Piloten im Rettungswagen eine sehr niedrige Sauerstoffsättigung im Blut gemessen. Eine Unterversorgung kann zu Ohnmacht führen. Dem Bericht zufolge stammte der Geruch "mit hoher Wahrscheinlichkeit von Enteisungsflüssigkeit".
Das Luftfahrtbundesamt (LBA) und das Bundesumweltministerium (BMU) wollten sich nicht zu dem Vorfall äußern.
















