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Gauck schiebt Friedensprozess an

31.05.12
Joachim Gauck und Benjamin NetanjahuJoachim Gauck und Benjamin Netanjahu. Auf seiner Israel-Reise schiebt der deutsche Präsident den Friedensprozess wieder an.
Foto: dpa bildfunk

Geste des guten Willens: Israel übergibt Gebeine von Palästinensern

Die Israel-Reise von Bundespräsident Joachim Gauck trägt schon erste Früchte - die Israelis erklärten sich bereit, die Friedensgespräche mit den Palästinensern wieder aufzunehmen.

Am Tag des Besuchs von Gauck im Westjordanland übergab Israel zudem als Geste des guten Willens die sterblichen Überreste von 91 Palästinensern. Das bestätigte die palästinensische Autonomiebehörde in Ramallah. Es handele sich um Männer und Frauen, die im Kampf gegen Israel und bei Selbstmordanschlägen im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte getötet und in Israel begraben worden waren.

"Wir hoffen, dass diese humanitäre Geste vertrauensbildend wirken und dazu beitragen möge, den Friedensprozess wieder in Gang zu bringen", sagte der Sprecher von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Mark Regev. "Israel steht für die sofortige Wiederaufnahme von Verhandlungen ohne Vorbedingungen bereit."

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Übergabe der Gebeine für Israel nicht einfach

Die Gebeine von elf Toten wurden in den Gazastreifen gebracht, die anderen in den Präsidentensitz Mukata in Ramallah. Dort sollte Gauck am späten Vormittag von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas mit höchsten protokollarischen Ehren empfangen werden.

Nach der Abreise Gaucks ist dann am Nachmittag eine Zeremonie im Präsidentensitz mit Abbas und Angehörigen der Toten vorgesehen. Dabei sollen die Getöteten als Märtyrer der palästinensischen Sache geehrt werden. Beigesetzt werden sie später im Familienkreis in ihren Heimatorten.

Die Rückführung der Toten war für Israel nicht einfach, weil die Attentäter von den Palästinensern als Helden geehrt werden, die viele israelische Zivilisten mit in den Tod gerissen hatten.

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