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Gasplattform 'Elgin': 'Total' wusste von Druckschwankungen

30.03.12
Gasplattform 'Elgin' in der NordseeDie Gasplattform 'Elgin' vor der Küste Schottlands
Foto: dpa bildfunk

Technische Komplikationen: Menschliches Versagen wird noch ausgeschlossen

Im Fall der angeschlagenen Gasförder-Plattform 'Elgin' vor der schottischen Küste wurde jetzt bekannt, dass es auf der Plattform schon gegen Ende Februar Probleme im Gasförderungsprozess ab. So wurden Druckschwankungen festgestellt, wie Management-Direktor Philipe Guys erläuterte.

Bis zur Evakuierung der Plattform am vergangenen Sonntag soll versucht worden sein, die Förderprobleme unter Kontrolle zu bringen. Klar ist bis zu diesen Zeitpunkt nicht, was die Ursache für die Druckschwankungen, wie auch das Leck sein könnte. Guys erklärt jedoch: "Zurzeit gibt es keine Anzeichen für menschliches Versagen."

Bis vor wenigen Tagen war nicht sicher, wo genau sich das Gasleck befindet. Spekulationen platzierten die undichte Stelle vier Kilometer unterhalb des Meeresgrundes, andere vermuteten richtig, dass es an der Plattform selbst, oberhalb der Wasseroberfläche sei.

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Eine Explosion hätte zumindest wirtschaftliche Folgen

Der Schaden konnte nicht behoben werden, sodass eine Evakuierung aus Explosionsgefahr unausweichlich wurde. Die Flamme, deren Zweck das Abbrennen überflüssigen Gases ist, brennt nämlich unentwegt weiter. In Kombination mit dem austretenden Gas und einer immer weiter wachsenden Gaswolke ergibt sich ein enormes Explosionsrisiko. 'Total' wies jedoch darauf hin, dass selbst im Falle einer Explosion und einer totalen Zerstörung der Plattform keine weiteren Lecks entstehen würden.

Derweil wird das wirtschaftliche Ausmaß des Gaslecks für 'Total' deutlicher. Das Unternehmen hatte nach dem Einbruch seines Aktienkurses zwischen sieben und neun Milliarden Euro Marktkapitalisierung verloren. "Das wirkt ein wenig hart", sagte der britische Analyst Jason Kenney von der Bank Santander. Die tatsächlichen Belastungen infolge der Produktionsausfälle und Reparaturkosten dürften sich nach seiner Einschätzung auf 300 bis 800 Millionen Euro belaufen.

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