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Flughafen-Fiasko: Eröffnung erst im März 2013

17.05.12
Flughafen-Fiasko: Eröffnung erst im März 2013Baulärm statt Fluglärm - bis März 2013 wird der Hauptstadtflughafen nicht eröffnet.
Foto: dpa bildfunk

Inbetriebnahme verschiebt sich weiter

Eigentlich sollten schon in gut zwei Wochen die ersten Jets auf dem neuen Hauptstadtflughafen starten und landen - vor wenigen Tagen die Schock-Nachricht: Der Termin wird nicht eingehalten. Jetzt wurde ein neuer Eröffnungszeitpunkt gefunden - über neun Monate später als geplant, am 17. März 2013.

Das beschloss der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft, wie Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) mitteilte. Nach der überraschenden Absage der eigentlich für den 3. Juni geplanten Inbetriebnahme wurden zuletzt unterschiedliche Eröffnungstermine genannt - etwa der Wechsel zum Winterflugplan Ende Oktober oder der Wechsel zum folgenden Sommerflugplan Ende März 2013.

Das Debakel um den Hauptstadt-Airport kostet zudem Flughafen-Geschäftsführer Manfred Körtgen zum 1. Juni seinen Posten. Der Aufsichtsrat beschloss seine Entlassung, wie Wowereit weiter sagte. Der 59-jährige Körtgen war als Technik-Geschäftsführer Chefplaner des Flughafens.

Die Kosten für die verschobene Eröffnung des Großflughafens Berlin-Brandenburg lassen sich nach den Worten des Chefs des Großflughafens, Rainer Schwarz, nicht beziffern.

Die geplante Eröffnung des Flughafens Anfang Juni war am Dienstag voriger Woche völlig überraschend abgesagt worden. Der Grund: Die Brandschutzanlage konnte nicht rechtzeitig funktionsfähig gemacht werden.

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Air Berlin in Bedrängnis

Die verspätete Eröffnung des neuen Berliner Großflughafens bringt Air Berlin in große Schwierigkeiten. "Wir erleiden dadurch nicht nur einen wirtschaftlichen, sondern auch einen Imageschaden für unser Drehkreuz, der finanziell kaum zu beziffern ist", beschwerte sich Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn. "Wir hätten mit sehr viel Bauchschmerzen eine Verschiebung der BER-Eröffnung auf Ende Oktober hingenommen; auch dies wäre nur mit erheblichem, nur schwer zu bewältigenden Mehraufwand möglich geworden", erklärte Mehdorn. Diese jüngste
Entscheidung greife aber tief in die Geschäftstätigkeit ein.

Die Verschiebung treffe Air Berlin viel härter als alle anderen Airlines, die Berlin anfliegen - Air Berlin mit einem Marktanteil von rund 33 Prozent sei die einzige Airline mit einem Drehkreuz und einer wachsenden Anzahl von Umsteigepassagieren in Berlin.

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