Ferndiagnose via Facebook rettet Leo (4)
20.07.11
Deborah Kogan und ihr kranker Sohn Leo Bekannte erkennen Kawasaki-Syndrom auf Foto
Kritiker des Sozialen Netzwerks Facebook gibt es zuhauf. Vor allem die Sicherheit der Privatsphäre und der Daten der Nutzer wird oftmals bemängelt. Aber Deborah Copaken Kogan aus den USA verdankt der Internetseite womöglich das Leben ihres vierjährigen Sohnes Leo.
Die britische Zeitung 'Daily Mail’ berichtet, dass Kogan einen Ausschlag und Fieber bei ihrem Sohn bemerkte. Sie ging zunächst von einer Streptokokken-Infektion aus. Ihr Hausarzt verschrieb dem Jungen Antibiotika. Nachdem sich Leos gesundheitlicher Zustand weiter verschlechterte, schickte Kogan Fotos von ihrem kranken Sohn nicht nur an ihren Arzt, sondern stellte diese auch bei Facebook online.
Innerhalb von gerade einmal einer Stunde kontaktierten sie drei Bekannte auf Facebook und wiesen darauf hin, dass ihr Sohn am Kawasaki-Syndrom leiden könnte. Eine dieser Bekannten glaubte die Krankheit zu erkennen, weil ihr Sohn selbst an dieser litt. Kogans Cousin, selbst als Herzspezialist für Kinder tätig, dachte bei den Facebook-Bildern ebenfalls an das Kawasaki-Syndrom und forderte sie auf, sofort ein Krankenhaus aufzusuchen. Die dreifache Mutter nannte die Facebook-Diagnose ein "Wunder".
Die britische Zeitung 'Daily Mail’ berichtet, dass Kogan einen Ausschlag und Fieber bei ihrem Sohn bemerkte. Sie ging zunächst von einer Streptokokken-Infektion aus. Ihr Hausarzt verschrieb dem Jungen Antibiotika. Nachdem sich Leos gesundheitlicher Zustand weiter verschlechterte, schickte Kogan Fotos von ihrem kranken Sohn nicht nur an ihren Arzt, sondern stellte diese auch bei Facebook online.
Innerhalb von gerade einmal einer Stunde kontaktierten sie drei Bekannte auf Facebook und wiesen darauf hin, dass ihr Sohn am Kawasaki-Syndrom leiden könnte. Eine dieser Bekannten glaubte die Krankheit zu erkennen, weil ihr Sohn selbst an dieser litt. Kogans Cousin, selbst als Herzspezialist für Kinder tätig, dachte bei den Facebook-Bildern ebenfalls an das Kawasaki-Syndrom und forderte sie auf, sofort ein Krankenhaus aufzusuchen. Die dreifache Mutter nannte die Facebook-Diagnose ein "Wunder".
Eine tödliche Krankheit
Das Kawasaki-Syndrom kann tödlich enden. Es handelt sich dabei um eine seltene Krankheit, die Kinder unter fünf Jahren befällt und Arterien im gesamten Körper anschwellen lässt. Besonders gefährlich ist dabei die Verengung der Herzarterie. Aber auch Haut, Mund und Lymphknoten sind von Schwellungen betroffen. Oftmals breitet sich ein Ausschlag auf Brust und Bauch aus. Die Krankheitsursache ist unbekannt.Rechtzeitig behandelt können sich erkrankte Kinder binnen weniger Tage wieder erholen. Allerdings endet die Krankheit für einen kleinen Prozentsatz der Erkrankten tödlich. Der vierjährige Leo wurde vier Wochen lang gegen das Kawasaki-Syndrom und die sich anschließenden Leberkomplikationen behandelt. Derzeit erholt er sich noch. "Das Erstaunlichste an Facebook ist für mich, dass Menschen, die ich kaum kenne, mir schreiben und sagen: Ich hoffe, dass es deinem Kind gut geht!“, so Kogan.
















