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Familie vergiftet durch defekte Heizung: Tote und Verletzte in Hamm

09.02.12
Defekte Heizung Schuld an vergifteter Familie in HammDer Wunsch nach Wärme wurde der Familie zum Verhängnis

Familie konnte das Gas nicht riechen

Ihre Heizung wurde einer Familie zum Verhängnis. Im westfälischen Hamm hat die Polizei zwei Tote und fünf Verletze in einer Wohnung entdeckt. Bei den Toten handelt es sich um zwei erwachsene Söhne von 18 und 20 Jahren, so die Polizei. Es wird davon ausgegangen, dass ausgetretenes Gas einer defekten Heizung die Familien vergiftet hat.

Bei dem Gas soll es sich um nicht riechendes Kohlenmonoxid gehandelt haben, so der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Hamm, Lothar Robers, gegenüber RTL Aktuell Online. Zu den Verletzten gehören der 57 Jahre alte Vater und die 31-jährige Mutter sowie zwei weitere Jungen im Alter von sieben und 18 Jahren und eine 16-jährige Tochter. Zwei seien bewusstlos gewesen und mussten wiederbelebt werden, so die Feuerwehr weiter.

Offenbar war schon seit Tagen Kohlenmonoxid in dem Einfamilienhaus ausgeströmt und hatte die Familie nach und nach außer Gefecht gesetzt, ohne dass sie es ahnte. Der Zustand von drei Familienmitgliedern sei kritisch, erklärte eine Kliniksprecherin. Bei den anderen beiden sei er stabil.

Ein Freund des Sohnes habe sich Sorgen gemacht, da der 18-Jährige seit drei Tagen nicht mehr in der Schule war. Am Telefon habe er behauptet es ginge ihm nicht gut. Als der 18-Jährige vorbeikam, um sich nach seinem Freund zu erkundigen, habe er zwei leblose Menschen durch das Fenster gesehen und die Polizei alarmiert. Damit hat der Mitschüler schlimmeres verhindert. Die Familie sei dem Gas wohl mehrere Tage lang ausgesetzt gewesen. Wenn man Kohlenmonoxid einatmet, können anfangs Schwindel und Kopfschmerzen auftreten, im schlimmsten Fall kann es tödlich sein.

Polizeisprecher Ulrich Biermann sagt gegenüber RTL Aktuell Online, dass das Haus durch einen Brennwertkessel mit Pellets beheizt worden sei. Ein Fremdverschulden ist laut Polizei auszuschließen. Beim Einsatz der Rettungskräfte sind ebenfalls acht Feuerwehrleute und Polizisten leicht verletzt worden.

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Weitere Vergiftungen wegen Vogelnest auf dem Schornstein

Im emsländischen Hüven sind weitere Menschen an einer Kohlenstoffmonoxidvergiftung gestorben. Eine 69-Jährige und ihr 75 Jahre alter Bruder haben ihren nicht genehmigten Ölofen angeworfen. Weil der Schornstein von einem Dohlennest verstopft war, drangen die giftigen Abgase in das Schlafzimmer ein. Besorgte Angehörige alarmierten die Polizei.

Es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden. Da der Schornstein nicht angemeldet war, wurde er auch nicht vom Schornsteinfeger gewartet.

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