Ex-RAF-Terroristin Becker bricht ihr Schweigen
14.05.12
Die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker zusammen mit ihrem Anwalt Walter Venedey .Foto: dpa bildfunk
Maßgebliche Rolle beim Attentat
Anderthalb Jahre lang hat Verena Becker im Prozess um die Ermordung von Generalbundesanwalt Siegfried Buback geschwiegen – nun will die ehemalige RAF-Terroristin erstmals ihr Schweigen brechen. Die 59-Jährige werde sich umfassend zur Sache äußern und sich nicht verstecken, hatte ihr Anwalt angekündigt.
Becker ist angeklagt, am Attentat der Roten Armee Fraktion (RAF) auf Buback und seine beiden Begleiter am 7. April 1977 in Karlsruhe beteiligt gewesen zu sein. Sie soll eine maßgebliche Rolle bei der Entscheidung für das Attentat sowie bei dessen Organisation gespielt haben. Nebenkläger Michael Buback, der Sohn des Opfers, hält Becker hingegen für die Todesschützin. Hierfür hat der Prozess allerdings bislang keine belastbaren Anhaltspunkte ergeben.
Becker ist angeklagt, am Attentat der Roten Armee Fraktion (RAF) auf Buback und seine beiden Begleiter am 7. April 1977 in Karlsruhe beteiligt gewesen zu sein. Sie soll eine maßgebliche Rolle bei der Entscheidung für das Attentat sowie bei dessen Organisation gespielt haben. Nebenkläger Michael Buback, der Sohn des Opfers, hält Becker hingegen für die Todesschützin. Hierfür hat der Prozess allerdings bislang keine belastbaren Anhaltspunkte ergeben.
Geschichte der RAF wird nicht neu geschrieben
"Sie kann einige Sachen so nicht stehenlassen", hatte ihr Verteidiger Hans Wolfgang Euler den Schritt begründet. Allerdings will Becker im Anschluss an ihre Erklärung vor Gericht keine Fragen beantworten, stellte der zweite Verteidiger Walter Venedey klar.Auch nach mehr als 80 Verhandlungstagen vor dem Oberlandesgericht Stuttgart hat der Staatsschutzsenat den Kern des Geschehens nicht aufklären können: Weiterhin ist unklar, wer auf dem Motorrad saß, von dem aus Buback und seine beiden Begleiter erschossen wurden.
Dass Becker umfassend zu den Details des Anschlags aussagt, gilt allerdings als unwahrscheinlich. Genauso wenig ist damit zu rechnen, dass die Geschichte der RAF anschließend neu geschrieben werden muss. Dagegen spricht schon die Dauer der angekündigten Erklärung: Becker will 15 bis 20 Minuten lang sprechen.
















