Erderwärmung begrenzen – aber wie?
16.07.12
Bei dem Treffen von Vertretern aus 35 Staaten geht es auch um das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Foto: dpa bildfunk
Klimaschutz: Merkel und Altmaier wollen mehr Tempo
Internationale Klimaverhandlungen haben in der Regel eine verheerende Ökobilanz: Experten aus aller Welt reisen an einen Ort, reden miteinander und es passiert - nichts. Zumindest gibt es in den seltensten Fällen Resultate, die über gut gemeinte Absichtserklärungen hinausgehen. Das steht auch für den 3. Petersberger Klimadialog zu befürchten, der derzeit in Berlin stattfindet.
Bei dem Treffen von Vertretern aus 35 Staaten geht es auch um das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Getagt wird weitgehend nicht-öffentlich, um das Vertrauen zwischen den 35 teilnehmenden Staaten zu erhöhen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Peter Altmaier (CDU) hatten angekündigt, über mehr Tempo beim internationalen Klimaschutz zu beraten.
Merkel warnte vor einer Erderwärmung um bis zu vier Grad mit verheerenden Folgen, wenn die Welt sich nicht auf stärkere Klimaschutzzusagen einigt. "Es bringt nichts, auf Zeit zu spielen", sagte sie Bundeskanzlerin. Bleibe es bei den bisherigen freiwilligen Zusagen zur Reduzierung des Treibhausgas-Ausstoßes sei das Ziel, die Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, nicht zu halten. Dann drohe eine Erwärmung um drei bis vier Grad.
Bei dem Treffen von Vertretern aus 35 Staaten geht es auch um das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Getagt wird weitgehend nicht-öffentlich, um das Vertrauen zwischen den 35 teilnehmenden Staaten zu erhöhen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Peter Altmaier (CDU) hatten angekündigt, über mehr Tempo beim internationalen Klimaschutz zu beraten.
Merkel warnte vor einer Erderwärmung um bis zu vier Grad mit verheerenden Folgen, wenn die Welt sich nicht auf stärkere Klimaschutzzusagen einigt. "Es bringt nichts, auf Zeit zu spielen", sagte sie Bundeskanzlerin. Bleibe es bei den bisherigen freiwilligen Zusagen zur Reduzierung des Treibhausgas-Ausstoßes sei das Ziel, die Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, nicht zu halten. Dann drohe eine Erwärmung um drei bis vier Grad.
Umweltminister hat Zwei-Grad-Ziel noch nicht aufgegeben
Altmaier sagte, er habe das Zwei-Grad-Ziel noch nicht aufgegeben. "Wir können es immer noch schaffen, aber es ist verdammt schwer". Zwingend notwendig sei es, dass ein Staat wie China "endlich ernst macht mit dem Umweltschutz", so der Politiker. Dort sei im Land selbst zwar einiges geschehen. "Aber die müssen auch verstehen, dass wir internationale Abkommen brauchen, damit auch andere Länder - Indien, in der Dritten Welt - sich dem anschließen."Beim 3. Petersberger Klimadialog soll vor allem die UN-Klimakonferenz Ende des Jahres in Katar vorbereitet werden. Im Dezember war bei der Konferenz im südafrikanischen Durban der Fahrplan für einen bis 2015 geplanten Weltklimavertrag beschlossen worden, der nun konkretisiert werden muss. Bei dem Treffen soll auch geprüft werden, ob sich mit bisherigen Klimaschutzzusagen überhaupt noch das gemeinsame Zwei-Grad-Ziel erreichen lässt.
Ende 2012 läuft das bisher einzige bindende Klimaschutzabkommen aus, das Kyoto-Protokoll. Es umfasst inzwischen ohnehin nur noch 15 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen, soll aber für die Übergangszeit bis zum Weltklima-Vertrag weiter gelten, der spätestens 2020 in Kraft treten soll. Sofern es die Beteiligten schaffen, sich auf gemeinsame, verbindliche Ziele zu verständigen.
















