Erdbeben im Iran: Viele Tote und Verletzte
13.08.12
Viele Siedlungen in der Provinz Aserbaidschan wurden von den Beben der Stärke 6,4 und 6,3 schwer beschädigt.Foto: dpa bildfunk
Mehr als hundert Dörfer sind betroffen
Die Zahl der Toten nach den beiden schweren Erdbeben im Nordwesten Irans ist auf 306 gestiegen. Viele der Opfer seien in Krankenhäusern oder auf dem Weg dorthin gestorben, teilte Gesundheitsministerin Marsieh Wahid-Dastdscherdi mit. Zudem wurden bis zu 2.000 Menschen verletzt.
Die Rettungsarbeiten seien abgeschlossen, so die Ministerin. Es seien keine weiteren Leichen unter den Trümmern zu bergen. Die Beben hatten in der Provinz Aserbaidschan mehr als 100 Dörfer erschüttert. US-Geologen maßen Stärken von 6,3 und 6,4. Die beiden Erdstöße trafen die Region innerhalb von elf Minuten.
Helfer kritisierten die ungenügende medizinische Versorgung der Region. "Viele Menschen hätten vielleicht gerettet werden können, wenn es hier zumindest kleine Kliniken gegeben hätte", sagte ein Helfer des Roten Halbmonds, der nicht namentlich genannt werden wollte. Da Ärzte und Krankenhäuser fehlten, hat der Rote Halbmond im Krisengebiet mobile Krankenhäuser aufgebaut. "Viele hat das gerettet, für viele kam es aber zu spät - und das ist sehr traurig", so der Helfer des Roten Halbmonds.
Die Rettungsarbeiten seien abgeschlossen, so die Ministerin. Es seien keine weiteren Leichen unter den Trümmern zu bergen. Die Beben hatten in der Provinz Aserbaidschan mehr als 100 Dörfer erschüttert. US-Geologen maßen Stärken von 6,3 und 6,4. Die beiden Erdstöße trafen die Region innerhalb von elf Minuten.
Helfer kritisierten die ungenügende medizinische Versorgung der Region. "Viele Menschen hätten vielleicht gerettet werden können, wenn es hier zumindest kleine Kliniken gegeben hätte", sagte ein Helfer des Roten Halbmonds, der nicht namentlich genannt werden wollte. Da Ärzte und Krankenhäuser fehlten, hat der Rote Halbmond im Krisengebiet mobile Krankenhäuser aufgebaut. "Viele hat das gerettet, für viele kam es aber zu spät - und das ist sehr traurig", so der Helfer des Roten Halbmonds.
Erdbeben gibt es im Iran fast jede Woche
Außenminister Guido Westerwelle (FDP) drückte den Angehörigen der Opfer in einem Telegramm an seinen iranischen Amtskollegen Ali Akbar Salehi sein Beileid aus. Deutschland stehe bereit, dem Iran in dieser schweren Stunde zu helfen. Auch Papst Benedikt XVI. rief die Weltgemeinschaft zur Hilfe und zur Solidarität für die vom Erdbeben betroffenen Menschen auf.Innenminister Najar sagte der Erdbebenregion weitere Hilfen zu, insbesondere im Hinblick auf den kommenden Winter. In den Wintermonaten können die Temperaturen in der Gegend auf bis zu 20 Grad unter den Gefrierpunkt sinken.
Erdbeben gibt es im Iran fast jede Woche. Jedoch sind nicht alle so zerstörerisch. In iranischen Städten und auch Kleinstädten sind die Häuser einigermaßen solide gebaut. In Dörfern hingegen kann sogar ein schwaches Beben zahlreiche Menschenleben kosten. Die Bewohner können sich oft keine stabilen Häuser leisten, weil sie fast alle unterhalb der Armutsgrenze leben.
















