Empörung über Reise der Guttenbergs
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Gabriel: "Frau Katzenberger fehlt noch“
Unnötige Selbstinszenierung des Pop-Stars der Union oder einfach eine schöne Geste? Die Meinungen zum überraschenden Truppenbesuch von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gemeinsam mit Gattin Stephanie in Afghanistan gehen weit auseinander.“Es ist ganz wichtig, dass man gerade in der Weihnachtszeit jenen Anerkennung und Unterstützung gibt, die tausende Kilometer von der Heimat entfernt einen harten Dienst absolvieren“, sagte der Politiker. “Es ist eine Frage des Herzens.“
“Das ist kein spaßiger Ausflug, das ist bitterer Ernst“, verdeutlichte Stephanie zu Guttenberg, die ein Feldlazarett besuchen und vor allem mit deutschen Soldatinnen reden wollte. “Es war ihr eigener Wunsch, und es war ein Wunsch, der immer wieder aus der Truppe geäußert wurde“, fügte der Minister hinzu. Die Bundesregierung teilte auf Anfrage mit, Frau zu Guttenberg bezahle ihre Reisekosten selbst.
Das ändert nichts an der harschen Kritik aus der Opposition. “Ich halte das für absolut unangemessen“, sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel. “Ich finde, Frau Katzenberger fehlt noch.“ Im Minister-Tross ist auch ein TV-Moderator, um in Afghanistan eine Talkshow mit dem Verteidigungsminister und Soldaten aufzuzeichnen.
Grünen-Chefin Claudia Roth hielt Guttenberg vor, er nutze die vorweihnachtliche Kulisse in den deutschen Feldlagern “für plumpe Eigen-PR“. Während in Berlin über die Bilanz des bisherigen Einsatzes debattiert werde, produziere er strahlende Bilder mit Gattin im Krisengebiet. “Der extra eingeflogene Hofberichterstatter samt Fernsehstudio wird dabei für die gewünschte Verbreitung sorgen“, sagte sie dem ’Hamburger Abendblatt’.
Hellmut Königshaus (FDP), Wehrbeauftragter des Bundestags, verteidigte den Afghanistan-Besuch. In einem TV-Interview sagte er, er sehe "keinen Grund zur Empörung“. Die Soldatinnen und Soldaten würden sich darüber freuen, "dass der Minister nach Afghanistan kommt und deutlich macht, auch seine Familie steht dahinter". Königshaus sagte, es sei gut, dass der Verteidigungsminister in Afghanistan so häufig Präsenz zeige: "Er kümmert sich, und das kommt bei den Soldaten sehr gut an." Vom Besuch der Ministergattin erwarte er aber auch "eine gesteigerte Empathie für die Frage der Vereinbarkeit von Dienst und Familie, die ja besonders dort problematisch ist, wo die Soldaten im Einsatz sind."
Deutschlands laut Umfragen mit Abstand beliebtester Politiker ist der erste deutsche Minister, der seine Ehefrau mit ins Einsatzgebiet nimmt. Die Soldaten in Kundus reagierten begeistert auf den Auftritt seiner Frau Stephanie, die ihrem Mann klar die Schau stahl.
Grünen-Chefin Claudia Roth hielt Guttenberg vor, er nutze die vorweihnachtliche Kulisse in den deutschen Feldlagern “für plumpe Eigen-PR“. Während in Berlin über die Bilanz des bisherigen Einsatzes debattiert werde, produziere er strahlende Bilder mit Gattin im Krisengebiet. “Der extra eingeflogene Hofberichterstatter samt Fernsehstudio wird dabei für die gewünschte Verbreitung sorgen“, sagte sie dem ’Hamburger Abendblatt’.
Hellmut Königshaus (FDP), Wehrbeauftragter des Bundestags, verteidigte den Afghanistan-Besuch. In einem TV-Interview sagte er, er sehe "keinen Grund zur Empörung“. Die Soldatinnen und Soldaten würden sich darüber freuen, "dass der Minister nach Afghanistan kommt und deutlich macht, auch seine Familie steht dahinter". Königshaus sagte, es sei gut, dass der Verteidigungsminister in Afghanistan so häufig Präsenz zeige: "Er kümmert sich, und das kommt bei den Soldaten sehr gut an." Vom Besuch der Ministergattin erwarte er aber auch "eine gesteigerte Empathie für die Frage der Vereinbarkeit von Dienst und Familie, die ja besonders dort problematisch ist, wo die Soldaten im Einsatz sind."
Deutschlands laut Umfragen mit Abstand beliebtester Politiker ist der erste deutsche Minister, der seine Ehefrau mit ins Einsatzgebiet nimmt. Die Soldaten in Kundus reagierten begeistert auf den Auftritt seiner Frau Stephanie, die ihrem Mann klar die Schau stahl.

















