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DJ Tom Novy: "Loveparade nach Berlin"

27.08.10
Duisburg, 24. Juli 2010: Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg.Duisburg, 24. Juli 2010: Massenpanik bei der Loveparade.
Foto: dpa bildfunk

Ist all das schon vergessen?

Die Loveparade wird nie wieder stattfinden. So hieß es nach der tödlichen Massenpanik bei der Veranstaltung im Juli. Und kaum ist ein Monat vergangen, flammt die Debatte um eine Fortsetzung der Veranstaltung wieder auf.

"Die Schuldigen zu bestrafen und die Parade dann zu beerdigen - das reicht einfach nicht", schreibt der Techno-DJ Tom Novy in einem Beitrag für das Magazin 'Rolling Stone'. Aus diesem Grund solle der umstrittene Umzug im kommenden Jahr wieder ausgetragen werden, idealerweise am Ursprungsort Berlin. "Es wäre auch eine Parade zu Ehren der Toten und Verletzten", so der 40-jährige Novy, bürgerlich Thomas Reichold. Er sei selbst regelmäßig bei der Veranstaltung als DJ im Einsatz und auch in Duisburg dabei gewesen, so das Magazin.

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Gründer der Loveparade: "Zu voreilig!"

Kurz nach der Massenpanik am 24. Juli, durch die 21 Menschen ums Leben kamen, hatte Veranstalter Rainer Schaller mitgeteilt, die 1989 erstmals ausgetragene Loveparade werde definitiv nicht mehr stattfinden. "Obwohl Rainer Schaller viel Geld für die Marke ausgegeben hat: Er hat nicht das Recht zu sagen, die Loveparde wäre nun vorbei", kritisiert Tom Novy. "Das wäre so, als würde er uns erklären, unsere Jugendbewegung sei am Ende." Schaller solle die Rechte nun freigeben.

Loveparade-Mitgründer Dr. Motte, bürgerlich Matthias Roeingh, sieht eine Fortsetzung der Parade in einem anderen Beitrag in derselben 'Rolling Stone'-Ausgabe kritisch: "Ich kann nur eindringlich davor warnen, so ein Event überstürzt auf die Beine zu stellen, bloß um ein Zeichen setzen zu wollen", so der 50-Jährige. Erst müssten sich alle Beteiligten darüber klar werden, welche inhaltlichen Ziele eine solche Veranstaltung heute noch haben könne.

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