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Die Prügelknaben der Nation

05.05.12
Polizei und GewaltIm Jahr 2011 wurden 1.900 Polizisten im Dienst verletzt.
Foto: dpa bildfunk

Angriffe kommen vom "jungen, alkoholisierten deutschen Mann"

Schlechte Bezahlung, Schichtdienst und der Prügelknabe der Nation sein: Wer will angesichts dieser Fakten eigentlich noch Polizist werden? Bei Angriffen auf Polizeibeamte sind im vergangenen Jahr knapp 1.900 Polizisten verletzt worden, neun davon schwer.

Dies teilte das nordrhein-westfälische Innenministerium mit und bestätigte damit einen Bericht von 'Spiegel Online'. 2010 waren es gut 1.730 Beamte, darunter 13 schwer verletzte.

Knapp 90 Prozent der Angriffe ereigneten sich bei Einsätzen im täglichen Dienst. "Der typische Täter ist der unter Alkoholeinfluss stehende junge deutsche Mann", sagte ein Ministeriumssprecher.

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Jäger: Gewalt ist "aggressiver und respektloser " geworden

Innenminister Ralf Jäger (SPD) verurteilte die Taten. "Gewalt gegen die Polizei hat eine neue Qualität und Intensität angenommen; sie ist aggressiver und respektloser geworden." Der polizeilichen Arbeit müsse wieder mehr Respekt und Wertschätzung entgegen gebracht werden, forderte er laut Mitteilung.

Neben der seit 2010 jährlichen statistischen Erhebung durch das Landeskriminalamt läuft derzeit eine wissenschaftlich begleitete Studie. Sie soll klären, wie jeder einzelne Polizist seine Situation empfindet.

Bei Demonstrationen und Fußballspielen stehen die Polizisten oft wie eine Mauer zwischen den rivalisierenden Gruppen und so sind es schließlich sie, an denen sich die Gewalt entlädt.

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