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Die historische Altstadt von Aleppo brennt

03.10.12
Aleppo, Altstadt, SyrienAleppo brennt: Im Basar von Suk al-Madina seien bislang 700 bis 1.000 Geschäfte durch die Flammen zerstört worden.
Foto: dpa bildfunk

Historischer Basar steht in Flammen

Zum sinnlosen Töten in Syrien gesellt sich jetzt auch die wahllose Zerstörung seines Kulturerbes. Im mittelalterlichen Basar der seit Tagen schwer umkämpften Stadt Aleppo gerieten mehrere Gebäude in Brand. Aktivisten veröffentichten ein Video, in dem mehrere Geschäfte im historischen Basar von Aleppo brennen.

Der Leiter der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter, Rami Abdulrahman, sagte der Nachrichtenagentur dpa, die historischen Gebäude der Stadt würden nach und nach alle beschädigt oder sogar zerstört.

Erst wenige Tage zuvor hatten Archäologen die Folgen eines Artillerieangriffs auf eine osmanische Moschee in der Stadt beklagt. In einem von ihnen veröffentlichten Video ist die zerstörte Kuppel der Ibrahimija-Moschee zu sehen. Die Altstadt von Aleppo steht auf der Unesco-Liste des Weltkulturerbes. Die Zerstörung wird von der Unesco als schwere Tragödie gewertet. "Die Nachrichten aus Aleppo sind zutiefst erschreckend", kommentierte Generaldirektorin Irina Bokowa

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Erneut 240 Tote

Die Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und den Rebellen gehen derweil unvermindert weiter. Nach Angaben beider Seiten starben dabei am Wochenende mehr als 200 Menschen. In einem Dorf der Provinz Homs sollen Regimegegner an einem Tag 17 Menschen getötet haben. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Insgesamt habe es rund 80 Tote gegeben, berichteten die Regimegegner. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten am Wochenende auf 240.

Experten aus der Region wollen in Kairo zu Wochenbeginn diskutieren, wie man die Zerstörung historischer Stätten in Syrien - dazu zählen Kreuzfahrerfestungen, osmanische Moscheen, römische und byzantinische Siedlungen - eindämmen kann. Vor allem Moscheen und Festungen geraten häufig unter Beschuss, weil sie wegen ihrer oft strategisch günstigen Lage von Kämpfern der Opposition, Milizionären und Soldaten besetzt werden.

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