Dicke haben es schwer in Deutschland
06.10.12
Übergewichtige werden oft stigmatisiert. Darunter leiden die Menschen.Foto: dpa bildfunk
Jeder vierte brandmarkt Dicke als soziale Randgruppe
Leicht haben wir es alle nicht, aber es scheint, Dicke haben es besonders schwer in Deutschland: Nach einer Studie brandmarkt jeder vierte Bundesbürger Übergewichtige als soziale Randgruppe.
Das haben Forscher der Universitätsmedizin Göttingen in einer repräsentativen Studie mit rund 1.000 Teilnehmern herausgefunden, die bei der 28. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) in Stuttgart vorgestellt werden soll.
23 Prozent der Befragten stigmatisieren Dicke aufgrund ihres Gewichts, berichtete der Leiter des Instituts für Ernährungspsychologie, Privatdozent Thomas Ellrott. Dabei helfe die Stigmatisierung den Übergewichtigen nicht und motiviere sie auch nicht zum Abnehmen. Im Gegenteil: Die Probleme werden verschlimmert.
Das haben Forscher der Universitätsmedizin Göttingen in einer repräsentativen Studie mit rund 1.000 Teilnehmern herausgefunden, die bei der 28. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) in Stuttgart vorgestellt werden soll.
23 Prozent der Befragten stigmatisieren Dicke aufgrund ihres Gewichts, berichtete der Leiter des Instituts für Ernährungspsychologie, Privatdozent Thomas Ellrott. Dabei helfe die Stigmatisierung den Übergewichtigen nicht und motiviere sie auch nicht zum Abnehmen. Im Gegenteil: Die Probleme werden verschlimmert.
Übergewichtige haben auch Nachteile im Beruf
So können diese Pauschalurteile der Gesellschaft bei Übergewichtigen zu Depressionen und geringem Selbstwertgefühl führen, sagte der Forscher. Außerdem werde die Wahrscheinlichkeit des Abnahmeerfolges verringert.Frauen stigmatisieren stärker als Männer, Ostdeutsche häufiger als Westdeutsche und Normalgewichtige öfter als Übergewichtige. Mit zunehmender Bildung nimmt diese Einordnung in eine bestimmte Schublade deutlich ab.
Übergewichtige müssen aufgrund ihres Gewichts auch mit Nachteilen im Beruf rechnen. 14 Prozent der Bundesbürger würden, wenn sie Personalentscheidungen zu treffen hätten, keine Dicken einstellen.
Übergewicht allein als Folge von Willensschwäche und Faulheit anzusehen, sei wissenschaftlich widerlegt, erklärte Ellrott. Teile der Gesellschaft dürften Übergewichtige nicht länger als Menschen zweiter Klasse betrachten, sondern sollten ihnen ohne Vorurteile fair begegnen.
















