Deutsche Wirtschaft trotzt weiter der Krise - noch
14.08.12
Ein ThyssenKrupp-Arbeiter überwacht die Stahl-Verladung. Die deutsche Wirtschaft trotz der europäischen Schuldenkrise.Foto: dpa
Eurozone steckt in der Rezession
Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal wie erwartet verlangsamt – aber nicht so stark wie befürchtet. Während in anderen Euro-Ländern in der Krise die Wirtschaft längst stagniert oder schrumpft, bleibt Deutschlands Bruttoinlandsprodukt (BIP) robust. Doch für die zweite Jahreshälfte sehen Experten schwarz.
Von April bis Juni stieg das BIP um 0,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal, teilte das Statistische Bundesamt mit. Zu Jahresbeginn waren es noch 0,5 Prozent. Ökonomen hatten allerdings lediglich ein Plus von 0,2 Prozent erwartet.
Positive Impulse kamen im zweiten Quartal vom Außenhandel und vom Konsum. Nach vorläufigen Berechnungen stiegen die Exporte stärker als die Importe. Der Binnenkonsum lag über dem Niveau des Vorquartals. Der Rückgang der Investitionen konnte so kompensiert werden.
"Das ist ein bemerkenswertes Ergebnis angesichts des sehr negativen Umfelds in der Euro-Zone. Deutschland liegt in der europäischen Wachstumsliga erneut ganz weit vorn", sagte Andreas Rees, Volkswirt bei der UniCredit.
Von April bis Juni stieg das BIP um 0,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal, teilte das Statistische Bundesamt mit. Zu Jahresbeginn waren es noch 0,5 Prozent. Ökonomen hatten allerdings lediglich ein Plus von 0,2 Prozent erwartet.
Positive Impulse kamen im zweiten Quartal vom Außenhandel und vom Konsum. Nach vorläufigen Berechnungen stiegen die Exporte stärker als die Importe. Der Binnenkonsum lag über dem Niveau des Vorquartals. Der Rückgang der Investitionen konnte so kompensiert werden.
"Das ist ein bemerkenswertes Ergebnis angesichts des sehr negativen Umfelds in der Euro-Zone. Deutschland liegt in der europäischen Wachstumsliga erneut ganz weit vorn", sagte Andreas Rees, Volkswirt bei der UniCredit.
Einbruch in der zweiten Jahreshälfte?
Verglichen mit anderen Euro-Ländern steht Deutschland weiterhin sehr gut da. In Italien brach das Bruttoinlandsprodukt sogar um 0,7 Prozent ein, in Belgien um 0,6 Prozent und in Spanien um 0,4 Prozent. Auch die französische Wirtschaft, die zweitgrößte Volkswirtschaft in der Euro-Zone, steckt weiter in einer Rezession. Für die gesamte Euro-Zone gibt es ein Minus von 0,2 Prozent.Bislang trotzt Deutschland also dem Negativtrend in Europa – aber wie lange noch? "Das Wachstum ist recht solide ausgefallen. Bis auf weiteres dürfte das aber die letzte positive Nachricht gewesen sein aus Deutschland", befürchtet Ökonom Jörg Krämer von der Commerzbank. "Die Auftragseingänge sinken seit Mitte 2011, der Einkaufsmanagerindex fällt seit Monaten. Die deutsche Wirtschaft dürfte deshalb im Sommer schrumpfen."
Doch es gibt Hoffnung – entscheidend für eine positivere Entwicklung ist aber die Lösung der europäischen Schuldenkrise. "Wir gehen davon aus, dass die EZB hier mit ihrem Signal für einen Anleihekauf die Wende eingeleitet hat", so Experte Christian Schulz von der Berenberg Bank. "Nach einem schwächeren Sommer kann die deutsche Wirtschaft ab dem vierten Quartal wieder schneller wachsen."
















