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Danner: Lauda muss bei Mercedes durchgreifen

09.10.12
RTL-Experte Christian Danner hat mit Mercedes abgerechnet

Keine Punkte in Japan, in der WM-Wertung abgeschlagen auf Platz 5, keine Besserung in Sicht: Fünf Rennen vor Saisonende sieht es für Mercedes zappenduster aus. Grund genug für einen Rundumschlag von Christian Danner.

Der RTL-Experte hat in einem Interview gnadenlos mit den Silberpfeilen abgerechnet. "Die Leute, die dieses Auto gebaut haben, gehören eigentlich alle gefeuert. Es geht doch nicht, dass man ein Dreivierteljahr in der Welt herum­fährt und dann feststellt, dass man so schnell ist wie ein Toro Rosso!", sagte Danner der 'Bild'.

Nach Meinung des 54-Jährigen müsse Niki Lauda, neuer Boss des Mercedes-Aufsichtsrats, nun dringend durchgreifen, damit sich der Abwärtstrend nicht auch in der kommenden Saison fortsetzt. "Niki Lauda weiß ganz genau, was er sich da mit Mercedes vorgenommen hat", so Danner. Lauda sei "dafür verantwortlich, die nächsten Entscheidungen zu treffen. Und die nächsten Entscheidungen werden in erster Linie Personalentscheidungen sein." Im Klartext: Lauda sollte diejenigen Ingenieure und Entwickler entlassen, die für den Dienstwagen von Michael Schumacher und Nico Rosberg zuständig sind.

Lauda: "Das ist eine Katastrophe!"

Ob Lauda als erste Amtshandlung sofort Personal entlässt, sei einmal dahingestellt: Fakt ist jedoch, dass der Österreicher mit der Entwicklung des Teams überhaupt nicht zufrieden ist. Am Wochenende fand Lauda dementsprechend klare Worte, nachdem das Qualifying total in die Hose ging. "Das ist eine Katastrophe. Ich muss den Ross fragen, was da los ist", kommentierte er das Abschlusstraining zum Japan-GP.

Bei Mercedes selbst ist man überzeugt davon, in den vergangenen Wochen Fortschritte gemacht zu haben - leider sieht man davon nichts. "Natürlich bin ich nicht enthusiastisch in der Situation, in der wir uns gerade befinden. Unsere Updates funktionieren, das Auto ist besser", findet Rosberg. Aber: "Leider kann man das bislang nicht an Ergebnissen ablesen." Und Ergebnisse sind genau das, was Mercedes nach drei Jahren Durststrecke benötigt.

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