Chile: Rettungsbohrungen für Kumpel forgesetzt
02.09.10

Foto: dpa bildfunk
Nach kurzer Unterbrechung ist die Bohrung eines Rettungsschachtes für die in einem chilenischen Bergwerk eingeschlossenen Kumpel fortgesetzt worden. Grund des Bohrstopps seien Unregelmäßigkeiten im bisher durchbohrten Gestein gewesen, sagte der leitende Ingenieur André Sougarret. Dies sei während der ersten 100 Meter normal und erwartet worden.
Inzwischen seien die Innenwände des Bohrlochs mit Zement stabilisiert worden und die Bohrung habe eine Tiefe von 30 Metern erreicht. Der Zeitrahmen von drei bis vier Monaten für die Bohrung des Rettungsschachtes habe sich durch die Unterbrechung nicht geändert. Die Kumpel sitzen seit dem 5. August, als ein Stollen einstürzte, unter Tage fest.
Inzwischen seien die Innenwände des Bohrlochs mit Zement stabilisiert worden und die Bohrung habe eine Tiefe von 30 Metern erreicht. Der Zeitrahmen von drei bis vier Monaten für die Bohrung des Rettungsschachtes habe sich durch die Unterbrechung nicht geändert. Die Kumpel sitzen seit dem 5. August, als ein Stollen einstürzte, unter Tage fest.
Eingeschlossene noch wohlauf
Bis sie aus 700 Metern Tiefe - möglichst vor Weihnachten - durch den Schacht an die Oberfläche gebracht werden können, sollen sie mit einem strikten Beschäftigungsprogramm körperlich und geistig fit gehalten werden.Nahrung, Wasser, Medikamente, Kleidung, elektronische Spiele und Nachrichten ihrer Angehörigen erhalten die Kumpel durch enge Versorgungsröhren. Auch ihren Humor haben sie nach vier Wochen unter Tage noch nicht verloren, so zeigt das Video.
Die Bohrarbeiten hatten in der Nacht zum Dienstag begonnen. Der Spezialbohrer Strata 950 soll mit Hilfe eines deutschen Bohrkopfes einen in der Endphase 66 Zentimeter breiten Schacht bohren. Durch ihn könnten die Kumpel der Mine San José in der Atacama-Wüste möglichst noch vor Weihnachten einer nach dem anderen an die Oberfläche gezogen werden. Angehörige der seit einem Stolleneinsturz eingeschlossenen Kumpel kampieren seit Wochen im harschen Wüstenklima bei der Mine.















