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Burn-out: Rekord bei Frühverrentungen

30.12.12 14:53
Burn-out, Frühverrentungen, RekordPsychische Erkrankungen sind der häufigste Grund für ein unfreiwilliges vorzeitiges Ausscheiden aus dem Beruf.

Immer mehr Menschen psychisch krank

Immer mehr Menschen in Deutschland gehen früher in Rente, weil sie an einer psychischen Erkrankung leiden. 2011 hätten rund 41 Prozent der Arbeitnehmer, die eine Erwerbsminderungsrente beantragten, Depressionen, Angstzustände oder andere psychische Erkrankungen geltend gemacht, berichtet die 'Welt am Sonntag'. Sie beruft sich auf Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV).

Damit ist ein neuer Rekordwert hierzulande erreicht. Im Jahr 2000 lag der Anteil demnach noch bei 24 Prozent, bis 2010 sei er auf 39 Prozent gestiegen. Andere Erkrankungen, wie Herz- oder Krebsleiden, liegen weit dahinter.

Insgesamt seien im vergangenen Jahr 73.200 Menschen wegen psychischer Erkrankungen in Rente gegangen, hieß es. Die DRV führt den deutlichen Anstieg zu einem großen Teil auch auf die größere Offenheit der Menschen, Erkrankungen wie Burnout anzuerkennen, zurück. Gewerkschaften und Oppositionspolitiker machen jedoch eine zunehmende Belastung am Arbeitsplatz für diese Entwicklung verantwortlich.

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Frauen überproportional betroffen

"Die psychischen Belastungen durch Hetze und Stress am Arbeitsplatz sind inzwischen so hoch, dass sie die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten gefährden", sagt Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der Zeitung. Die Arbeitgebervereinigung BDA erklärte: "Es ist richtig, dass die Zahl der Fehltage und Frühverrentungen wegen psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Das zeigt jedoch allein, dass es mehr Diagnosen psychischer Erkrankungen gibt."

Frauen seien laut der Statistik überproportional betroffen. Laut DRV sind 48 Prozent der Frauen, die arbeitsunfähig werden, psychisch krank. Unter Männern erreicht der Anteil 32 Prozent.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen kündigte laut dem Bericht eine Initiative für besseren psychischen Arbeitsschutz an. "Wir müssen dazulernen und handeln", sagte die CDU-Politikerin. Gemeinsam mit Arbeitgebern, Gewerkschaften und Unfallkassen erarbeite das Ministerium, welche Programme und Konzepte die Belegschaften wirksam vor psychischen Belastungen schützen könnten.

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