Berlin: Hells-Angels-Rocker ringt mit dem Tod
10.06.12
In Berlin ist ein wichtiges Führungsmitglied der Rockerbande Hells Angels auf offener Straße angeschossen worden. Der 47-Jährige ist schwer verletzt.Foto: Archiv
47-Jähriges Führungsmitglied schwer verletzt
Der Rockerkrieg in Berlin verschärft sich immer mehr: Ein Angehöriger der Rockergruppe Hells Angels ist in der Nacht auf offener Straße durch Schüsse lebensgefährlich verletzt worden. Der Mann ist Präsident der 'Nomads', einer Berliner Ortsgruppe der Hells Angels, teilte ein Polizeisprecher. Laut 'Berliner Morgenpost' geht die Polizei davon aus, dass der 47-Jährige den Tag nicht überleben wird.
Eine Anwohnerin habe gegen drei Uhr in der Nacht zunächst verdächtige Geräusche bemerkt, teilte eine Pressesprecherin der Berliner Polizei mit. Sie sei daraufhin auf den Balkon gegangen und habe einen Streit zwischen zwei Männern beobachtet. "Kurz darauf feuerte einer der Männer die Schüsse ab", sagte die Sprecherin. Das Opfer kam in ein Krankenhaus. Der Täter ist auf der Flucht.
Die Tat kommt nach Polizeiangaben einer Hinrichtung gleich, wie die 'Berliner Morgenpost' berichtet. Der Rocker wurde offenbar unter anderem ins Herz getroffen. André S. soll seit Jahren als einer der einflussreichsten und wichtigsten Hells Angels in Berlin gelten. Zu den möglichen Hintergründen äußerte sich die Polizei offiziell nicht. Das wäre reine Spekulation, hieß es bei der Pressestelle. Vermutet werden jedoch interne Machtkämpfe bei der Neuformierung der Berliner Rockerszene.
Eine Anwohnerin habe gegen drei Uhr in der Nacht zunächst verdächtige Geräusche bemerkt, teilte eine Pressesprecherin der Berliner Polizei mit. Sie sei daraufhin auf den Balkon gegangen und habe einen Streit zwischen zwei Männern beobachtet. "Kurz darauf feuerte einer der Männer die Schüsse ab", sagte die Sprecherin. Das Opfer kam in ein Krankenhaus. Der Täter ist auf der Flucht.
Die Tat kommt nach Polizeiangaben einer Hinrichtung gleich, wie die 'Berliner Morgenpost' berichtet. Der Rocker wurde offenbar unter anderem ins Herz getroffen. André S. soll seit Jahren als einer der einflussreichsten und wichtigsten Hells Angels in Berlin gelten. Zu den möglichen Hintergründen äußerte sich die Polizei offiziell nicht. Das wäre reine Spekulation, hieß es bei der Pressestelle. Vermutet werden jedoch interne Machtkämpfe bei der Neuformierung der Berliner Rockerszene.
Politik will die kriminelle Rockerszene allgemein beleuchten
Nach dem Verbot der Hells Angels Berlin City Ende Mai durch Innensenator Frank Henkel (CDU) hatte der Präsident die 'Nomads' aufgelöst, die sich daraufhin in zwei Lager spalteten. Interne Streitigkeiten könnten deshalb ebenso hinter der Bluttat stecken wie der seit langem schwelende Rockerkrieg zwischen Hells Angels und Bandidos. In Berlin gab es zuletzt im Mai und Juni große Razzien gegen beide Gruppen.Zwischen den beiden verfeindeten Rockergruppen kam es in der Vergangenheit immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. So wurde schon vor drei Jahren in Hohenschönhausen ein Rocker erschossen - wahrscheinlich, weil er von den Hells Angels zu den Bandidos übergelaufen war.
Mit der Berliner Rockerszene will sich am Montag auch der Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses beschäftigen. Die Opposition will wissen, wer vorab von dem Hells-Angels-Verbot in der Hauptstadt wusste. Die Rocker waren frühzeitig informiert worden und deshalb vorbereitet. Innensenator Frank Henkel (CDU) und die amtierende Polizeipräsidentin Margarete Koppers müssen nun darlegen, wie sie mit Informationslecks umgehen und diese verhindern wollen. Der Verräter ist laut Polizei noch nicht gefunden.
SPD und CDU wollen zudem die kriminelle Rockerszene allgemein beleuchten. Die Banden handeln mit Drogen sowie Waffen und sind im Rotlichtmilieu aktiv. "Wir wissen überhaupt nicht, in welchen Bereichen die Rocker sonst noch aktiv sind", sagte der SPD-Abgeordnete Tom Schreiber. Geklärt werde müsse, wie stark die Rocker auch in legale Geschäftsfelder investierten.
















