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Behinderten mit Fan-Schal fast erwürgt

06.10.12
Berlin, GewaltDie Ausbrüche roher Gewalt in Berlin nehmen stark zu. Dabei gehen die Täter immer brutaler zu Werke.
Foto: deutsche presse agentur

Nach Streit Pistole gezückt und in den Bauch geschossen

In Berlin vergeht kaum ein Tag, an dem es nicht zur Anwendung roher Gewalt kommt. Dabei gehen die Täter immer rücksichtsloser und brutaler zu Werke.

Wie jetzt bekannt wurde, haben Unbekannte einen am Down-Syndrom erkrankten Hertha-Fan nach dem Zweitliga-Spiel gegen Dynamo Dresden an der Berliner S-Bahnstation Olympiastadion beinahe zu Tode gewürgt.

Laut Polizei schlugen die Männer zunächst auf den 31-Jährigen ein. Dann verknoteten sie den Hertha-Schal eng um den Hals des Mannes und ließen ihn auf dem Bahnsteig sitzen. Das Opfer habe den Schal wegen des Down-Syndroms nicht selbst lockern können. Als Polizisten den Mann später bemerkten, sei er schon stark benommen gewesen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung.

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Schüsse und Prügeleien sind an der Tagesordnung

Solche Ausbrüche der Gewalt gibt es fast täglich. Die Täter suchen sich meist Schwächere aus. Und wenn es zum Streit kommt, setzen sie gnadenlos und oft ohne Vorwarnung Waffen ein. So wurde am Samstagmorgen in Schöneberg ein Mann niedergeschossen.

Der 22-Jährige war mit sieben Bekannten von einer Party gekommen, als es gegen 5.15 Uhr im Stadtteil Schöneberg zu einem Wortwechsel mit dem späteren Täter kam. Der Unbekannte zückte eine Waffe und schoss in die Luft. Als die Gruppe sich entfernen wollte, schoss der Täter dem 22-Jährigen in den Bauch und flüchtete. Das Opfer erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Bei der Suche nach dem Schützen bat die Polizei um Hinweise von Augenzeugen. Gesucht wird vor allem der Fahrer eines Taxis, das der Unbekannte kurz vor der Tat angehalten haben soll.

Wenige Stunden zuvor war auf einen Türsteher vor einem Nachtklub in der Potsdamer Straße mit Gummi-Geschossen gezielt worden. Vor wenigen Tagen wurden zwei Männer auf dem S-Bahnhof Berlin Ahrensfelde zusammengeschlagen. Beide Männer kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus. Die Täter flüchteten unerkannt. Unvermittelt sollen die beiden männlichen Täter auf ihre beiden Opfer eingeschlagen und getreten haben. Die 32- und 22-jährigen Männer wollten gerade den S-Bahnhof Ahrensfelde verlassen als sie attackiert wurden. Ein Täter trat den 32-jährigen Mann aus Berlin so heftig gegen den Kopf, dass er sich eine Schädelprellung zuzog.

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