Aus 110.000 CDU-Wählern wurden Nichtwähler
14.05.12
Landtagswahl in NRW. Wo machten diese Wähler wohl ihre Kreuzchen? Die CDU verlor massiv an Stimmen.Foto: dpa bildfunk
CDU verlor 190.000 Wähler an die SPD und 160.000 an die FDP
Wenn man sich einige Zahlen über die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen anschaut, dann erhält man unweigerlich einen erstaunlich guten Überblick, wie desaströs die Wahl für Norbert Röttgen und seine CDU abgelaufen ist.
So erhielt die CDU von keiner Partei Zulauf, alle wanderten ab. Besonders auffallend: 110.000 CDU-Wähler wurden Nichtwähler. An die SPD verloren die Schwarzen gleich 190.000 Stimmen. 160.000 gingen zur FDP, das war das größte Wahlkampfgeschenk von Röttgen für Christian Lindner (FDP). Immerhin 20.000 Wähler schwenkten von Schwarz auf Grün.
Richtig viel Bewegung gab es natürlich auch bei den Piraten, die von ehemaligen CDU-Wählern 60.000 Stimmen erhielten. Die Grünen hatten einen Aderlass von 80.000 Stimmen an die Piraten zu beklagen. Aus 70.000 Nichtwählern wurden Piraten. Die FDP verlor 40.000 Stimmen an die neuen Himmelsstürmer, doch das war angesichts der 160.000 Wähler aus dem CDU-Lager zu verkraften.
So erhielt die CDU von keiner Partei Zulauf, alle wanderten ab. Besonders auffallend: 110.000 CDU-Wähler wurden Nichtwähler. An die SPD verloren die Schwarzen gleich 190.000 Stimmen. 160.000 gingen zur FDP, das war das größte Wahlkampfgeschenk von Röttgen für Christian Lindner (FDP). Immerhin 20.000 Wähler schwenkten von Schwarz auf Grün.
Richtig viel Bewegung gab es natürlich auch bei den Piraten, die von ehemaligen CDU-Wählern 60.000 Stimmen erhielten. Die Grünen hatten einen Aderlass von 80.000 Stimmen an die Piraten zu beklagen. Aus 70.000 Nichtwählern wurden Piraten. Die FDP verlor 40.000 Stimmen an die neuen Himmelsstürmer, doch das war angesichts der 160.000 Wähler aus dem CDU-Lager zu verkraften.
CDU bei Erstwählern nur noch vierte Wahl
Erstaunlich ist auch, dass 70.000 Menschen von Grün zu Rot wechselten. Das muss mit der Strahlkraft von SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft zusammenhängen.Interessant ist ein Blick auf die Erstwähler. Da liegt die CDU nur noch auf Rang vier hinter SPD, Grünen und Piraten. Bei den über 70-Jährigen hingegen tauchen die Piraten noch gar nicht auf. Hier regiert die SPD (43%) vor der CDU (40%).
Unter den Arbeitslosen genießen die Piraten erstaunlicherweise ein höheres Vertrauen als die Linken. 17 % der Arbeitslosen wählten die Piraten. Nur jeder 10. Arbeitslose machte sein Kreuzchen bei der Linken.
Die SPD ist eine Rentner- und Arbeiterpartei. 46 Prozent ihrer Wähler sind Rentner, 41 Prozent Arbeiter.
Dass die Piraten quer durch alle Bevölkerungsschichten gewählt werden, verdeutlicht ein Beispiel aus Köln. Im Problembezirk Chorweiler erhielten sie 9,5 Prozent. Doch im eher wohlhabenden Kölner Süden waren es mit 8 Prozent kaum weniger. Angesichts dieser breiten Unterstützung ist es sehr wahrscheinlich, dass die Piraten mehr als eine Zeitgeisterscheinung sein werden.
















