Atominspektoren auf heikler Mission in Iran
29.01.12
Er soll finden, was es offiziell nicht gibt: Der Chefinspektor der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Herman Nackaerts, sucht in iranischen Atomanlagen nach Plänen zum Bau einer Atombombe. Foto: Reuters
"Der Iran hat nichts zu verbergen"
Das Katz-und-Maus-Spiel um das iranische Atomprogramm geht in die nächste Runde: Ein Expertenteam der Internationalen Atomenergie-behörde IAEA ist in Iran angekommen und soll finden, was es offiziell gar nicht gibt – Anlagen, die den Bau einer Atombombe ermöglichen.
Der Iran scheint vor dem Eintreffen der Inspektoren seine Hausaufgaben gemacht zu haben. Außenminister Ali Akbar Salehi zeigte sich im Vorfeld zuversichtlich: "Wir haben alles im Vorfeld vorbereitet, auch Inspektionen der Anlagen, und sind allgemein sehr optimistisch bezüglich der Ergebnisse der IAEA-Mission", sagte Salehi der Nachrichtenagentur 'Isna'. Der iranische Chefdiplomat begründetet seinen Optimismus damit, dass das Atomprogramm des Landes völlig transparent sei und "der Iran nichts zu verbergen" habe.
Derzeit ist noch unklar, ob das Team unter Führung von Chefinspektor Herman Nackaerts iranische Atomanlagen überhaupt inspizieren darf oder lediglich Fragen zum Atomprogramm stellen kann. Die Experten aus Wien bleiben bis zum Dienstag im Iran. Man hoffe auf die Dialogbereitschaft Teherans, sagte Nackaerts vor dem Abflug nach Teheran. "Wir freuen uns darauf, einen Dialog zu beginnen, der schon lange überfällig ist."
Zum Programm erklärte er: "Wir versuchen, alle noch offenen Themen mit dem Iran zu lösen. Insbesondere hoffen wir, dass der Iran mit uns zusammenarbeiten wird, was unsere Sorge wegen einer möglichen militärischen Dimension des iranischen Nuklearprogrammes betrifft."
Der Iran hat in den vergangenen 15 Jahren stets bestritten, eine Atombombe bauen zu wollen. Eine der Atomanlagen, die für eine Inspektion infrage käme, wäre die lange geheim gehaltene unterirdische Anlage Fordo, die rund 160 Kilometer südlich von Teheran liegt. Die Anlage, in der Uran bis auf 20 Prozent angereichert werden soll, soll im Februar den Betrieb aufnehmen.
Der Iran scheint vor dem Eintreffen der Inspektoren seine Hausaufgaben gemacht zu haben. Außenminister Ali Akbar Salehi zeigte sich im Vorfeld zuversichtlich: "Wir haben alles im Vorfeld vorbereitet, auch Inspektionen der Anlagen, und sind allgemein sehr optimistisch bezüglich der Ergebnisse der IAEA-Mission", sagte Salehi der Nachrichtenagentur 'Isna'. Der iranische Chefdiplomat begründetet seinen Optimismus damit, dass das Atomprogramm des Landes völlig transparent sei und "der Iran nichts zu verbergen" habe.
Derzeit ist noch unklar, ob das Team unter Führung von Chefinspektor Herman Nackaerts iranische Atomanlagen überhaupt inspizieren darf oder lediglich Fragen zum Atomprogramm stellen kann. Die Experten aus Wien bleiben bis zum Dienstag im Iran. Man hoffe auf die Dialogbereitschaft Teherans, sagte Nackaerts vor dem Abflug nach Teheran. "Wir freuen uns darauf, einen Dialog zu beginnen, der schon lange überfällig ist."
Zum Programm erklärte er: "Wir versuchen, alle noch offenen Themen mit dem Iran zu lösen. Insbesondere hoffen wir, dass der Iran mit uns zusammenarbeiten wird, was unsere Sorge wegen einer möglichen militärischen Dimension des iranischen Nuklearprogrammes betrifft."
Der Iran hat in den vergangenen 15 Jahren stets bestritten, eine Atombombe bauen zu wollen. Eine der Atomanlagen, die für eine Inspektion infrage käme, wäre die lange geheim gehaltene unterirdische Anlage Fordo, die rund 160 Kilometer südlich von Teheran liegt. Die Anlage, in der Uran bis auf 20 Prozent angereichert werden soll, soll im Februar den Betrieb aufnehmen.
Iran will Öl-Exporte an EU in Kürze stoppen
Unabhängig vom Ergebnis der IAEA-Mission in Iran haben die EU-Staaten in der vergangenen Woche ein Ölembargo gegen Teheran beschlossen. So soll im Streit über das iranische Atomprogramm der Druck auf die Regierung erhöht werden – alle Öleinfuhren aus der Islamischen Republik sind vom 1. Juli an verboten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will bei ihrem bevorstehenden Besuch in China um Pekings Unterstützung für das Ölembargo der EU gegen den Iran werben. "Es geht darum, die chinesische Seite dafür zu gewinnen, ihre Importe zumindest nicht zu erhöhen", zitiert das Magazin 'Focus' einen Merkel-Vertrauten.Als Reaktion auf das von der EU beschlossene Ölembargo will der Iran seine Öl-Exporte bereits in Kürze drosseln. Die Ausfuhren in einige Länder würden bald gestoppt, zitierte die Nachrichtenagentur 'Irna' Öl-Minister Rostam Kasemi. Die Islamische Republik erwägt einem hochrangigen Parlamentarier zufolge bis zu 15 Jahre sämtliche Exporte in die Europäische Union (EU) zu stoppen.
Ein entsprechendes Notgesetz werde im Parlament beraten, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsausschusses, Hossein Ibrahimi, der Nachrichtenagentur Fars. Mit einem solchen Schritt würde der Iran den Plan der Europäer vereiteln, den Importstopp erst nach einem Übergangszeitraum von sechs Monaten voll wirksam werden zu lassen.
Ein iranisches Exportverbot könnte bereits kommende Woche greifen. "Sollten die Ölexporte in die EU gestoppt werden, käme das für die Europäer überraschend", sagte der Abgeordnete Moayed Hosseini-Sadr, Mitglied des Energieausschusses, Fars zufolge. Sie würden dann "die Macht des Iran begreifen und realisieren, dass sich die islamische Führung der europäischen Politik nicht unterordnen wird". Beobachtern zufolge gibt es Anzeichen dafür, dass der Plan die Unterstützung des geistlichen Oberhaupts, Ajatollah Ali Chamenei, hat.
















