Unmut in Hamburg: Sexualstraftäter ziehen in ehemaliges Altenheim
04.02.12
Trotz anhaltender Proteste wohnen nun drei Straftäter in diesem ehemaligen Altenheim in Hamburg-Jenfeld..Foto: dpa bildfunk
"Die Wut auf den Senat ist grenzenlos"
Die Stimmung bei den Anwohnern in Hamburg-Jenfeld ist so schlecht wie noch nie: Nun ist ein dritter ehemaliger Sicherungsverwahrter in ihre Mitte gezogen. Doch die Polizei stoppt die Demonstranten, als sie gegen das Vorgehen auf die Straße ziehen – schützt die Entlassenen vor den aufgebrachten Bürgern. "Die Wut auf den Senat ist grenzenlos", sagt Diana Scheuermann, Anwohnerin.
Der Stein des Anstoßes ist ein ehemaliges Altenheim. Anfang Dezember hatte die Stadt Hamburg verkündet, dass dort mindestens drei ehemalige Sicherungsverwahrte einziehen sollen. Trotz anhaltender Proteste kamen Mitte Januar die ersten zwei, jetzt Nummer drei: ein verurteilter Sexualstraftäter. Für die Justizbehörde hat die Sammelunterbringung deutliche Vorteile: "Ziel ist es, die Entlassenen zu begleiten und zu stabilisieren. Dieses Konzept lässt sich an einem Ort besser umsetzen."
Der Stein des Anstoßes ist ein ehemaliges Altenheim. Anfang Dezember hatte die Stadt Hamburg verkündet, dass dort mindestens drei ehemalige Sicherungsverwahrte einziehen sollen. Trotz anhaltender Proteste kamen Mitte Januar die ersten zwei, jetzt Nummer drei: ein verurteilter Sexualstraftäter. Für die Justizbehörde hat die Sammelunterbringung deutliche Vorteile: "Ziel ist es, die Entlassenen zu begleiten und zu stabilisieren. Dieses Konzept lässt sich an einem Ort besser umsetzen."
Zukunft ist ungewiss
Denn die Ex-Häftlinge werden nicht nur rund um die Uhr von einem privaten Sicherheitsdienst im Auge behalten, sie treffen sich auch täglich mit Sozialpädagogen und Bewährungshelfern. Und zumindest einer von ihnen wird bei jedem Ausgang von der Polizei begleitet.Die Unterbringung in dem Hamburger Altenheim ist erst Mal nur für ein Jahr angedacht – wie das Problem danach gelöst werden soll, ist bislang völlig offen.
















