Tankwut: Autofahrer werden abgezockt
12.03.10
Spritpreise kräftig gestiegenFoto: dpa bildfunk
Kein vernünftiger Grund für hohe Benzinpreise
Dem ungläubigen Blick auf die Preistafel folgt der blanke Zorn: Die Benzinpreise saugen den Autofahrern den letzten Cent aus dem Portmonee. Der Automobilclub ACE fordert die Politiker auf, endlich zu reagieren. "Eine Handvoll Großkonzerne kann Millionen Verbrauchern Einheitspreise diktieren", schimpft ACE-Präsident Wolfgang Rose in 'Bild'. "Wir fordern von der Politik Maßnahmen gegen Wucherpreise und Ölpreisspekulanten." Notfalls müsse es eine Marktentflechtung geben.
Für die Preistreiberei gebe es keine "marktwirtschaftlich begründete Erklärung", moniert der ACE. 2008 habe ein Fass Rohöl 150 Dollar gekostet - ein bislang einmaliger Rekord. Der Verbraucher musste pro Liter Superbenzin 1,30 Euro berappen. Aktuell liege der Preis für das Fass Rohöl nur noch bei etwa 80 Dollar, es würden an der Zapfsäule aber bis zu 13 Cent mehr verlangt. Es gibt überhaupt keinen vernünftigen Grund, die Preise für Kraftstoffe weiter zu erhöhen. Wir sehen vielmehr reichlich Spielraum nach unten", sagte Rose.
Für die Preistreiberei gebe es keine "marktwirtschaftlich begründete Erklärung", moniert der ACE. 2008 habe ein Fass Rohöl 150 Dollar gekostet - ein bislang einmaliger Rekord. Der Verbraucher musste pro Liter Superbenzin 1,30 Euro berappen. Aktuell liege der Preis für das Fass Rohöl nur noch bei etwa 80 Dollar, es würden an der Zapfsäule aber bis zu 13 Cent mehr verlangt. Es gibt überhaupt keinen vernünftigen Grund, die Preise für Kraftstoffe weiter zu erhöhen. Wir sehen vielmehr reichlich Spielraum nach unten", sagte Rose.
Mineralöl-Bosse: Markt reagiert
Die Mineralöl-Bosse weisen jede Schuld von sich. Am Großmarkt für Benzin in Rotterdam würden deutlich höhere Einkaufspreise verlangt, heißt es. Außerdem reagiere der Markt auf die steigende Nachfrage, weil im Frühjahr die Autosaison in den USA (driving season) beginnt und mit einer konjunkturellen Erholung gerechnet wird. Rose dazu: "Die Ölmultis haben Förderrechte, Lager, Raffinerien und Tankstellen. Sie profitieren auch von Spekulationsgeschäften."Für die Verbraucher bleibt angesichts der horrenden Preise wohl nur eine Alternative: weniger fahren. Wer nicht auf sein Auto verzichten kann oder will, sollte folgende Tipps beachten:
Tanken Sie montags. Erfahrungsgemäß sind die Benzinpreise zu Wochenbeginn niedriger als zum Beispiel an Freitagen.
Tanken Sie in der Mittagspause. Im Berufsverkehr am Morgen und am Abend sind Aufschläge von bis zu 10 Cent keine Seltenheit.
Verzichten Sie auf eine Stammtankstelle. Stattdessen sollten Sie die Augen offen halten und den günstigsten Anbieter 'belohnen'.












